Die Entscheidung um die Nummer-eins-Rolle im deutschen Tor bei der WM ist so gut wie fix. Bundestrainer Julian Nagelsmann sprach im Interview mit dem Kicker in den höchsten Tönen von Keeper Oliver Baumann von der TSG 1899 Hoffenheim und sagte diesem mehr oder weniger weit vor dem Turnier einen Stammplatz zu.
"Mit Oliver Baumann haben wir einen herausragenden Keeper. Wenn Oli so konstant und fit bleibt, wie er aktuell ist, wird er eine großartige Weltmeisterschaft spielen. Auf der Torhüterposition haben wir überhaupt keine Sorgen", machte Nagelsmann klar.
Der DFB-Coach stellte klar, dass Baumann auch bei den Länderspielen im März im Tor stehen wird und hier sich ohnehin eine Startelf herauskristallisieren soll.
Baumann möchte Schritt für Schritt gehen
Für Baumann ist der Vertrauensbeweis von Nagelsmann selbstredend ein absoluter Grund zur Freude. Durchdrehen möchte er deswegen aber nicht. "Natürlich ist das sehr schön. Trotzdem ist mein Fokus noch nicht da. Ich versuche meinen Fokus und meine Konzentration jetzt erst einmal hierhin zu lenken", erklärte er nach dem 4:2-Sieg der TSG gegen den 1. FC Heidenheim.
Eine gewisse Unruhe oder einen zu großen Erwartungsdruck verspürt er in sich nicht. "Ich bin genauso beruhigt wie davor. Ich habe eh gesagt, ich lasse es auf mich zukommen, und so mache ich es jetzt auch. Er hat jetzt gesagt, dass ich im März spiele, und das sind dann eben immer die nächsten Schritte", führte er aus.
Baumann ohne Top-Konkurrenten im Tor
Einen wirklich gefährlichen Konkurrenten hat Baumann im Grunde auch nicht. Manuel Neuer hat wiederholte Male verdeutlicht, dass er für die WM nicht zur Verfügung steht. Marc-André ter Stegen ist aufgrund seiner erneuten Verletzungspause kein Kandidat mehr auf eine Nummer-eins-Rolle. Der einzige wirkliche Herausforderer ist Alexander Nübel, jedoch ist relativ klar, dass dieser nur als Nummer zwei zur WM fährt. Baumann müsste schon vom einen auf den anderen Tag völlig die Form verlieren oder sich verletzen, damit sein Stammplatz wackelt.
Für Baumann, der in seiner Prodi-Karriere "nur" für Freiburg und Hoffenheim aufgelaufen ist, wäre es der ganz klare Höhepunkt seiner Karriere.
