Für William Saliba ist bei der 0:2-Niederlage im WM-Halbfinale gegen Spanien nicht nur der Weltmeister-Traum geplatzt. Der Innenverteidiger musste nach nur 30 Minuten ohne Einwirkung eines Gegenspielers ausgewechselt werden. "Ich kann nicht mehr. Mein Rücken ist kaputt", soll der zu Boden gesunkene Arsenal-Star seinem Abwehr-Partner Dayot Upamecano noch mitgeteilt haben.
Laut Informationen der französischen Zeitung L’Équipe droht Saliba nun eine Operation und eine Ausfallzeit von vier bis fünf Monaten. Folgerichtig könnte er dem FC Arsenal die gesamte Hinrunde nicht zur Verfügung stehen. Saliba hat nun offenbar die Quittung dafür erhalten, dass er seit geraumer Zeit trotz klarer Symptome mit Schmerzmitteln auf dem Platz stand.
Saliba wollte für den WM-Titel die Zähne zusammenbeißen
"Ich habe seit einigen Monaten mit kleinen Beschwerden zu kämpfen und habe die Zähne zusammengebissen, weil die Champions League und die Premier League anstanden. Die Weltmeisterschaft findet nur alle vier Jahre statt, da muss man eben die Zähne zusammenbeißen", führte der Innenverteidiger selbst aus. Zwar wurde er im dritten Gruppenspiel geschont, jedoch scheint sein Körper nicht die nötige Regenerationszeit erhalten zu haben.
L’Équipe-Angaben zufolge war Didier Deschamps wohl nicht vollauf bewusst, welche Schmerzen Saliba für seinen WM-Traum auf sich nahm. Der Coach soll sich auf das Feedback des Spielers und des medizinischen Personals verlassen haben. Die Behandlungsmethode soll beim FC Arsenal wie im Rahmen der Nationalmannschaft die gleiche gewesen sein. Offenbar waren die insgesamt 50 Saison-Pflichtspiele für die Gunners plus die Länderspiele am Ende trotzdem zu viel.
Arsenal prüft Transfer in der Abwehr
Der FC Arsenal befindet sich nun dem Bericht zufolge in Gesprächen bezüglich einer möglichen Verstärkung auf der Innenverteidiger-Position. Saliba bildet normalerweise ein Weltklasse-Duo mit Brasilien-Star Gabriel. Grundsätzlich sei jedoch gesagt, dass auch noch Akteure wie Cristhian Mosquera, Ben White, Piero Hincapié, Jurriën Timber und Riccardo Calafiori im Kader stehen, die zwar zum Teil eher als Außenverteidiger fungieren, aber genauso gut innen spielen können. Demnach könnten die Gunners die Monate ohne Saliba auch ohne Neuzugang überbrücken.
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