Der VfB Stuttgart musste am Samstag in Sinsheim die zweite Niederlage im dritten Bundesliga-Spiel der neuen Saison hinnehmen (1:2). Noch schlimmer machte den Nachmittag aus schwäbischer Sicht die verletzungsbedingte Auswechslung von Mittelfeldchef Angelo Stiller.
Der neunfache Nationalspieler musste wenige Tage vor der ersten Kader-Nominierung des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp (Donnerstag) schon nach 35 Minuten vom Feld. Stiller hatte sichtlich Schmerzen, nachdem er zuvor mit TSG-Verteidiger Ozan Kabak Knie an Knie zusammengeprallt war (90min berichtete).
Stiller kann aufatmen
Ganz so schlimm wie zunächst befürchtet hat es den 25-Jährigen aber nicht getroffen. Nach VfB-Angaben hat sich Stiller zwar eine schmerzhafte Knieprellung zugezogen. Die Blessur dürfte ihn aber nicht lange zum Zuschauen zwingen. In Stuttgart wolle man nun von Tag zu Tag schauen, ob und wann Stiller wieder einsteigen kann. Beim Topspiel gegen den BVB kommenden Samstag (18:30 Uhr) dürfte der VfB-Star aber ziemlich sicher wieder auf dem Platz stehen.
Damit bleibt Stiller auch ein Thema für Klopp. Der neue Bundestrainer muss erstmals sein Aufgebot auswählen, ehe Ende September und Anfang Oktober die ersten vier Spiele für das DFB-Team in der Nations League anstehen.
Sollte Stiller im wichtigen Heimspiel gegen Dortmund, bei dem die Schwaben schon unter Druck stehen, wider Erwarten nicht spielen können, muss sich VfB-Coach Sebastian Hoeneß nach dem Last-Minute-Abgang von Chema im Mittelfeld zwischen Ex-Kapitän Atakan Karazor und Youngster Yanik Spalt entscheiden. Bei der 1:2-Pleite gegen Hoffenheim kam der 19-Jährige für Stiller in die Partie.
