Die italienische Nationalmannschaft hat endlich einen neuen Trainer! Nach dem Fiasko rund um Andrea Pirlo, dessen Verpflichtung aufgrund seiner geschäftlichen Verbindungen nach Russland kurzerhand verworfen worden war (90min berichtete), übernimmt Roberto Mancini die Squadra Azzurra. Das berichtet Sky Italia.
Der 61-Jährige war zuletzt als Trainer von Al Sadd in Katar tätig gewesen und ist für die italienische Auswahl kein unbekanntes Gesicht: Mancini hatte die Italiener bereits von 2018 bis 2023 betreut und konnte in diesem Zeitraum auch die EM 2021 gewinnen. Ein riesiger Triumph, auf den allerdings kurz darauf die verpasste WM-Qualifikation 2022 folgte.
Wenn man bedenkt, dass Italien erst bei Pep Guardiola angefragt hatte, dann Andrea Pirlo holen wollte und nun bei Roberto Mancini gelandet ist, kann man mit Fug und Recht fragen, wo denn überhaupt der rote Faden bei der Trainersuche war. Komplett andere Charaktere mit unterschiedlichen Spielstilen und Herangehensweisen – ähnlich konfus, wie sich die italienischen Spieler in den vergangenen Jahren auf dem Feld zeigten.
Man darf zumindest festhalten, dass die Italiener nun einen sehr erfahrenen Coach erhalten, der schon alles gesehen und auch vieles gewonnen hat. Aus der Ruhe bringt den 61-Jährigen wenig. Ob ausgerechnet Mancini nun aber der richtige Mann ist, um den benötigten Umbruch zu bewältigen und neue Innovationen anzustoßen? Zweifel sind angebracht.
Ranieri übernimmt Maldini-Posten
Im Zuge von Mancinis Verpflichtung wurde auch bekannt, dass Claudio Ranieri als neuer Technischer Direktor dazu stößt. Der 74-Jährige tritt somit in die Fußstapfen von Paolo Maldini, der nur 16 Tage nach seiner Ernennung wieder zurückgetreten war. Maldini war derjenige gewesen, der auf Andrea Pirlo gepocht hatte, sich dann aber FIGC-Präsident Giovanni Malago beugen und die Verpflichtung seines ehemaligen Mitspielers wieder verwerfen musste.
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