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FCN-Coach Klose mit überraschendem Urteil nach Dresden-Pleite

Trotz der mauen 0:2-Pleite seiner Nürnberger sieht Klose bei seinem Team viele positive Ansätze.
Miroslav Klose nimmt sein Team in Schutz
Miroslav Klose nimmt sein Team in Schutz | picture alliance/GettyImages

Der 1. FC Nürnberg durchlebt zwar nach einem ganz miesen Start eine relativ ruhige Saison, jedoch sind die Leistungen wahrlich nicht immer zum Zunge schnalzen. Zuletzt gab es vor eigenem Publikum eine blutleere 0:2-Pleite gegen Dynamo Dresden, was natürlich für Kritik sorgte und auch Trainer Miroslav Klose zunächst ziemlich enttäuschte.

Mit ein paar Tagen Abstand kommt der Nürnberg-Coach jedoch zu einem überraschend milden Urteil. "Bei aller Emotion und Enttäuschung über das Spiel, die ich auch hatte, liegt im Video - so schön, wie wir es immer sagen - die Wahrheit. Ich habe das Spiel zweimal gesehen und auch mein Trainerteam hat es analysiert. Wir haben alles zusammengetragen. Und da muss man wirklich sagen, dass gegen Dresden auch viel Gutes dabei war", zog er ein erstaunlich positives Fazit. 

Klose moniert lediglich Aktionen im letzten Drittel

Klose rechnete es seiner Mannschaft hoch an, dass die den vorgegebenen Matchplan eigentlich in großen Teilen umsetzen konnte. Lediglich im Angriffsdrittel seien die falschen Entscheidungen getroffen worden. "Nur im letzten Drittel, beim letzten Ball, bei der letzten Flanke, bei allen 50:50-Bällen haben wir oft die falschen Entscheidungen getroffen. Aus solchen Chancen haben wir zuvor oft schon Tore gemacht. Und das haben wir den Jungs nun auch aufgezeigt", verdeutlichte der Weltmeister aus dem Jahr 2014.

Die Statistiken sahen aus Nürnberg-Sicht eigentlich auch gar nicht so schlecht aus. So hatte der Club mehr X-Goals, mehr Schüsse, mehr Eckstöße und auch mehr Ballbesitz als Dynamo. Nur hilft das eben nichts, wenn am Ende keine Tore dabei herauskommen. 

Nürnberg liegt im gesicherten Mittelfeld

Den ganz großen Unterschied wird die Pleite in der Endabrechnung der Saison aber wohl auch nicht machen. Angesichts der Tatsache, dass Nürnberg zuvor sieben Punkte aus drei Spielen geholt hat, ist der Klassenerhalt praktisch sicher. Immerhin belegt man mit Rang neun eine Position im Mittelfeld, selbst wenn die Plätze 16 und 17 nur sieben Zähler entfernt sind.

Klose selbst ist mit dem Stand der Dinge nicht unzufrieden. "Ich lasse mir die Saison nicht zerreden. Ich sehe die Entwicklung jeden Tag. Und da bin ich ehrlich genug zu mir. Wenn es so wäre, dann wäre ich der Erste, der sagt: Ihr habt völlig Recht", betonte Klose, grundsätzlich auch selbstkritisch denken zu können. Der Coach wird nach dem miesen Saisonstart und seinem Fast-Rauswurf einfach froh sein, wenn die Saison geruhsam zu Ende geht und in der kommenden Spielzeit neu angegriffen werden kann.

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