Nach Bayern-Patzer - BVB wittert große Chance
Von Yannik Möller

Dass es ausgerechnet der FC Augsburg sein würde, der die Ungeschlagen-Serie des FC Bayern in der Bundesliga beendet, hätte wohl kaum jemand gedacht. Trotzdem konnten sich die Fuggerstädter am Samstagnachmittag mit dem 2:1-Erfolg die vollen drei Punkte sichern und entsprechend zufrieden die nicht allzu lange Heimreise antreten.
Gleichzeitig konnte der BVB im Abendspiel einen 3:0-Sieg über Union Berlin feiern und damit den Rückstand auf die Münchener um drei Punkte verkürzen. Mit nun noch 15 offenen Spieltagen sind es acht Punkte, die zwischen den beiden Klubs liegen.
Der FCB hat sich verletzbar gezeigt, Schwarz-Gelb spielt zwar keinen Hurra-Fußball, punktet aber zuverlässig. Könnte es doch noch ein Rennen um die Meisterschaft geben? Die Dortmunder sind sich jedenfalls sicher: An ihnen soll es nicht scheitern.
Schlotterbeck hofft auf verspätetes Meisterschafts-Rennen
"Wir freuen uns", so Nico Schlotterbeck über den etwas angeschmolzenen Bayern-Vorsprung (via Bild). "Ich will einfach so lang wie möglich dran bleiben. Wenn es dann irgendwann vier oder fünf Punkte sind, werden sie auch überlegen", so der Abwehrspieler weiter, der auch noch das offene Rückrunden-Duell thematisierte: "Sie kommen auch noch zu uns. Ganz weg sind sie nicht, sie sind ein bisschen enteilt, aber wir wollen einfach dran bleiben."
"Acht Punkte sind viel, Bayern spielt eine überragende Saison, wir aber auch. Wir schauen auf uns und werden sehen, was am Ende passiert", gab sich Emre Can wiederum ein bisschen zurückhaltender.
Seitens der Bild auf dieses Szenario angesprochen, erklärte Lars Ricken: "Es ist ein gutes Zeichen für die Bundesliga, dass sie auch mal verloren haben. Es zeigt, sie sind schlagbar." Der BVB hätte seiner Ansicht nach "ein paar Punkte mehr haben können", wären manche Führungen in der Schlussphase nicht noch abgegeben worden. "Wir müssen nun auf uns schauen", so der Sportgeschäftsführer von Schwarz-Gelb.
Dortmund bräuchte eine wohl historisch starke Rückrunde - und mehrere Bayern-Patzer
Es überrascht wohl kaum, dass sich der BVB erhofft, überhaupt einen Zweikampf um die Meisterschaft eröffnen zu können. Doch auch die nun noch acht Punkte an Vorsprung der Münchener sind ein Brett, das erst einmal gebohrt werden muss.
Mit dem Bayern-Ausrutscher schon inbegriffen, fegt die Mannschaft von Vincent Kompany bislang mit einem Durchschnitt von 2,6 Punkten pro Spiel durch die Bundesliga. Dortmund rangiert bei einem Schnitt von 2,2 Zählern. Auf die vollen 34 Spieltage hochgerechnet, würde das einen Vorteil von 89 zu 75 Punkten ergeben - und damit einen äußerst deutlichen Vorsprung von 14 (!) Punkten im Sinne des deutschen Rekordmeisters.
Damit wird deutlich, wie zuverlässig besser der FC Bayern bislang punktet, als der für seine Punkteausbeute oftmals gelobte BVB es tut. Hier wird deutlich: Die Dortmunder müssen auf noch gleich mehrere solcher Patzer hoffen und gleichzeitig eine außergewöhnliche, vermutlich gar historisch starke Rückrunde spielen, um die Meisterschaft nochmal spannend machen zu können.
Weitere Nachrichten rund um die Bundesliga:
feed