Can lobt BVB für "richtigen Männerfußball" - und muss von Kovac geschützt werden
Von Yannik Möller

"Das war richtiger Männerfußball", resümierte Emre Can nach dem Abpfiff bei Sky. Wie auch immer die Definition für "richtigen Männerfußball" lauten mag - der BVB konnte sich mit 3:0 deutlich gegen Union Berlin durchsetzen.
"Wir wurden in den letzten Wochen sehr oft kritisiert, teilweise auch zu Recht. Aber heute... großes Kompliment an die Mannschaft, ich bin unfassbar stolz auf die Jungs, wie sie es angenommen haben", so Can weiter (via kicker). Der Kapitän sah ein erneut nicht glanzvolles, aber reifes und abgeklärtes Spiel seiner Mannschaft. Schwarz-Gelb behielt auch in einzelnen Druckphasen von Union die Nerven, ließ nur wenige klare Torchancen zu und nutze die eigenen zuverlässig aus. In dieser Partie habe "der Kampf gezählt".
Kovac wollte keine Unterzahl zulassen
Vom Kampf konnte Can am Samstagabend ein Lied singen. Er musste eine Gelbe Karte hinnehmen, weil er Janik Haberer zu Boden gestoßen hatte. "Ich habe den Ball und dann kommt der, schlägt [den Ball] von hinten weg und sagt noch was", erklärte der 32-Jährige seine Sicht auf die Situation. Die Verwarnung wurde dennoch verdientermaßen ausgesprochen.
Spätestens ab diesem Zeitpunkt war Can in mehrere Aktionen verwickelt, die er aber zumeist souverän lösen konnte. Trotzdem, auch in Verbindung mit einer lautstarken Fankulisse, die nicht unbedingt sein Wohlwollen besang, schien der rechte Innenverteidiger nicht allzu weit entfernt von einer Gelb-Roten Karte zu sein. Das sah auch Niko Kovac so, der Can deshalb zur 69. Minute und zu seinem sichtbaren Unverständnis auswechselte.
"Ich musste ihn runternehmen, weil schon die Gefahr bestand, dass wir mit einem Mann weniger spielen. Das hätte ich nicht erlaubt", so lautete die ebenso simple wie deutliche Erklärung von Kovac. Aaron Anselmino spielte stattdessen die finalen 20 Minuten der Partie und hatte dabei nur noch wenig zu tun - während Can noch immer sichtbar frustriert auf der Bank Platz nehmen musste.
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