Der FC Bayern München schwitzt wieder auf heimischem Boden. Nach dem strapaziösen, aber sportlich durchaus erfolgreichen Asien-Trip steht die Vorbereitung auf die neue Saison ab sofort ganz im Zeichen des Wesentlichen. Ohne lästige PR-Termine und Reise-Stress fokussiert sich die Mannschaft von Cheftrainer Vincent Kompany ab sofort voll und ganz auf den nahenden Supercup gegen Borussia Dortmund in knapp zwei Wochen.
Die Bedingungen am Montagmorgen an der Säbener Straße erinnerten bei rund 30 Grad Celsius und strahlendem Sonnenschein fast noch ein wenig an die heißen Tage in Asien. Dennoch war die Stimmung bei Kompany und seinen Spielern blendend – und das lag vor allem an fünf prominenten Rückkehrern.
Ein Quintett meldet sich eindrucksvoll zurück
Ein großer Teil der Verletzungssorgen scheint sich pünktlich zum Start der heißen Vorbereitungsphase in Luft aufzulösen. Die Offensiv-Stars Jamal Musiala und Serge Gnabry, Dauerläufer Alphonso Davies sowie Top-Talent Lennart Karl, die den Asien-Trip verletzungsbedingt verpasst hatten, konnten allesamt wieder weite Teile des Mannschaftstrainings absolvieren.

Besonders erfreulich für die anwesenden Bayern-Bosse: Auch Ismael Saibari, der für 50 Millionen Euro von PSV Eindhoven an die Isar gewechselt war, konnte erstmals nach seinem bei der WM in Nordamerika erlittenen Muskelfaserriss voll mit der Mannschaft trainieren. Der marokkanische Nationalspieler zog beim Aufwärmen, den Passübungen und in diversen Spielformen auf engem Raum ohne sichtbare Probleme voll mit.
Während Musiala (nach Entfernung einer Metallplatte im Fuß), Davies und Saibari bereits wieder eine extrem hohe Intensität im Training an den Tag legten, war bei Gnabry und Karl noch eine gewisse Vorsicht zu spüren. Das Duo verzichtete sicherheitshalber noch auf intensive Zweikampf-Spielformen und absolvierte stattdessen unter Anleitung von Reha-Coach Benjamin Sommer auf dem Nebenplatz eine ausgiebige Extra-Einheit mit Steigerungsläufen und gezieltem Sprint-Training.
Kompany treibt an, Zaragoza fehlt weiterhin
Dass Trainer Vincent Kompany von seinen Schützlingen in den nächsten Wochen das absolute Maximum erwartet, wurde bei der Rückkehr des Quintetts auf den Platz mehr als deutlich. Immer wieder trieb der 40-jährige Belgier seine Spieler lautstark an. "Mehr Risiko, mehr Power!", schallte es unmissverständlich über den Trainingsplatz in München-Harlaching.
Neben den fünf prominenten Rückkehrern waren zur Freude Kompanys auch wieder zahlreiche Nachwuchsspieler wie Maycon Cardozo oder Tim Binder im Einsatz, die bereits beim letzten Testspiel in Hongkong mächtig Pluspunkte beim Trainer sammeln konnten. Auch die beiden Verkaufskandidaten Sacha Boey und João Palhinha gehörten weiterhin zur aktiven Trainingsgruppe, während Bryan Zaragoza nach einer Entzündung im Knie auf eine individuelle Laufeinheit ausweichen musste.
Warten auf die letzten WM-Stars
Kompanys Trainer-Puzzle füllt sich somit zusehends. Bis auf die WM-Urlauber Harry Kane, Michael Olise und Dayot Upamecano, die erst Ende der Woche zu den obligatorischen Leistungstests in München erwartet werden, sind inzwischen alle übrigen Top-Stars wieder im Training.
Für das Trio wird es aufgrund der späten Rückkehr jedoch voraussichtlich nur zu einem Joker-Einsatz im Supercup am 22. August gegen den BVB reichen. Zuvor stehen für die Münchner noch zwei finale Härtetests gegen RB Leipzig und den 1. FC Heidenheim auf dem Programm, bei denen das wiedererstarkte Quintett um Musiala und Saibari wertvolle Einsatzminuten für die bevorstehende Saison sammeln dürfte.
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