Hannover 96 hat den Aufstieg in die Bundesliga trotz eines langen Kampfes knapp verpasst und muss mindestens ein weiteres Jahr in der 2. Liga verbringen. Nun soll Jonas Boldt als neuer Boss dafür sorgen, dass die Niedersachen in der kommenden Saison endlich ins Oberhaus zurückkehren können. Am Montagvormittag wurde der 44-Jährige vorgestellt und stellte auf Anhieb klar, was das Ziel für die kommende Saison sei.
"Man kann es nicht versprechen, wann wir aufsteigen. Aber ich kann auf jeden Fall versprechen, dass das die Ambition sein wird. Und dass ich dieses Mal dann auch so lange bleibe, bis es klappt", versprach der Sport-Geschäftsführer bei seiner Vorstellung. Boldt hatte zwischen 2019 und 2024 vergeblich versucht, den HSV zurück in die Bundesliga zu befördern. "Ich gucke stolz darauf zurück", erklärte Boldt in Bezug auf seine Zeit bei den Hanseaten dennoch.
Hannover 96: Boldt benötigte zunächst Bedenkzeit
In Hannover befindet er sich nun in einer ähnlichen Situation. Womöglich auch deswegen hat Boldt ein wenig Bedenkzeit gebraucht, ehe für ihn feststand, die Herausforderung anzunehmen. "Mein erster Impuls war nicht: Ja, das mache ich. Das musste reifen. Es war nicht unbedingt mein Ziel, wieder in der 2. Liga zu arbeiten", schilderte er seine Überlegungen.
Letztlich war das Gesamtpaket für ihn aber dennoch spannend genug. "Eine Rolle einzunehmen, in der ich wieder Verantwortung haben kann, in der ich die Verantwortung vorleben und gestalten kann. Ich bin eher Gestalter als Verwalter. Das ist natürlich in der 2. Liga mehr notwendig als bei einem Klub, der irgendwo schon etabliert und ganz gut positioniert ist", verdeutlichte er die Vorzüge.
96-Patron Martin Kind und alle weiteren Verantwortlichen haben das klare Ziel, aufzusteigen. Damit kann sich auch Boldt sehr gut identifizieren. "Der Klub hat ein sehr gutes Fundament, ist sehr seriös aufgestellt. Das Ziel und der Wunsch, oben dabei zu sein, sind zum Glück da. Ohne das hätte ich mich auch schwergetan. Mein Ziel ist es, das Fundament zu nutzen", machte er deutlich.
Boldt setzt auf Titz
Finanziell dürften die Niedersachen zu den stärksten Klubs in der 2. Bundesliga gehören und auch den Kader in Hinblick auf die kommende Saison nochmal aufmotzen. In der Verantwortung stehen neben Boldt insbesondere Sportdirektor Ralf Becker und Trainer Christian Titz, die beide bleiben werden.
"Ich habe mit Ralf Becker und Christian Titz zwei Personen, mit denen ich sehr gern zusammenarbeite. Damit räume ich die letzten Zweifel aus, ob hier jemand wackelt", stellte er sich hinter seine Kollegen.
Hannover spielt seit dem Abstieg 2019 ununterbrochen in der 2. Bundesliga. Nahe dran am Aufstieg waren die 96er nur selten. In der abgelaufenen Saison reichte es zu Platz vier - nicht aber für die Bundesliga-Rückkehr.
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