Der Schalke-Kader für die kommende Saison nimmt so langsam Form an. Mit dem Transfer von Maximilian Wöber haben sich die Knappen zuletzt einen erfahrenen Innenverteidiger geangelt. Der Deal mit dem Österreicher wird jedoch nicht von allen positiv gesehen, da dieser in den letzten Jahren mit enorm vielen Verletzungen zu kämpfen hatte. Bei Trainer Miro Muslic hingegen steht die Freude über den Neuzugang im Vordergrund.
"Wir sind sehr, sehr glücklich, dass wir den Max da haben", stellte er im Rahmen einer Medienrunde klar und erklärte auch direkt warum. "Er passt zu 100 Prozent zur Spielidee. Die Art und Weise, wie wir Fußball spielen, passt zu ihm. Seine Stärken sind die Stärken von Schalke. Er hat auf nationaler und internationaler Ebene nachgewiesen, dass er das kann", lobte er den Abwehrspieler.
Muslic sieht größere Chancen als Risiken
Auf die Verletzungsanfälligkeit des Spielers angesprochen, gab Muslic zwar zu, dass diese Gefahr mitspielt, jedoch ist er überzeugt davon, dass die Chancen die Risiken übersteigen.
"Es bringt selbstverständlich auch ein Risiko mit sich, jedoch sehen wir auch immer die Chance, die dahinter stecken kann. Wir haben als Verein oder Staff im letzten Jahr schon bewiesen, dass wir Spieler, die aus einer schwierigen Situation kommen, aufnehmen und so vorbereiten können, dass sie auch performen können", erklärte der Schalke-Trainer, der negative Gedanken gar nicht erst zulassen möchte. Immerhin verfüge er noch über vier andere Innenverteidiger, die jederzeit spielen können.
"Das Risiko ist nicht so groß wie die Chance, dass es klappen wird, und wir werden mit ihm gemeinsam das Beste geben, dass es funktioniert. Dann kann es richtig cool und spannend werden", prophezeite er.
Schalke will von Wöbers Erfahrung profitieren: Kaum Einsätze für den SVW
Auch Abwehrspieler Timo Becker, der möglicherweise gemeinsam mit Wöber die Innenverteidigung bilden wird, freut sich auf den neuen Mitspieler und dessen Erfahrung. "Man sieht, dass seine Persönlichkeit eine andere ist, weil er schon ein bisschen was erlebt hat und nicht wie ein kleiner Bub in der Ecke steht", führte dieser im Rahmen des Trainingslagers aus.
Wöber hatte in der Vorsaison als Leihspieler von Werder Bremen aufgrund anhaltender Verletzungsprobleme nur drei Pflichtspiele bestreiten können. In Topform ist der 28-Jährige allerdings ein zweikampfstarker und unaufgeregter Abwehrspieler, der im Kampf um den Klassenerhalt wertvoll werden könnte. Zu groß ist das Risiko für die Knappen nicht, da sie sich die Dienste des Innenverteidigers ablösefrei sichern konnten und Wöber einen leistungsabhängigen Vertrag erhält.
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