Musiala-Comeback: Darum ist der Zeitpunkt für den Bayern-Star perfekt
Von Dominik Hager

Am Samstagabend hatte die lange Leidenszeit von Jamal Musiala nach 196 Tagen endlich ein Ende. Zwar wäre der Bayern-Star eigenen Aussagen zufolge am liebsten schon im Dezember mit dabei gewesen, jedoch taten die Münchner gut daran, dem 22-Jährigen lieber etwas zu viel als etwas zu wenig Zeit zu geben.
Bei seinem Kurz-Comeback gegen Leipzig machte Musiala einen guten Eindruck und konnte sogar einen Assist beisteuern. Trotzdem wird der Comebacker noch Zeit benötigen und diese auch bekommen. "Er hat null Druck im Moment, soll es genießen und fit werden. Im Februar und März ist er hoffentlich zum richtigen Zeitpunkt mit seiner besten Leistung da", verdeutlichte Vincent Kompany.
Max Eberl geht mit dem Plan des Bayern-Coaches absolut konform. "Im Januar Minuten sammeln, Spaß haben und in den wichtigen Phasen da sein", so die Erwartungshaltung von Sportvorstand Max Eberl an Musiala.
Bayern-Offensive in Topform: Musiala kann behutsam aufgebaut werden
So unglücklich das Jahr 2025 für Musiala auch gewesen sein mag, hat er immerhin mit seinem Comeback-Termin genau den richtigen Zeitpunkt erwischt. Musiala muss nicht von null auf hundert durchstarten und steht auch nicht unter Zugwang, direkt der Dreh- und Angelpunkt in der Münchner Offensive zu sein - wie es zu Tuchel-Zeiten der Fall war.
Der FC Bayern hat in der laufenden Saison nicht umsonst schon 71 Bundesligatore erzielt. Die Offensivspieler befinden sich allesamt in einer sehr starken Verfassung. Dies gilt vor allem für Michael Olise, der auch die technische Elleganz und Spielstärke hat, um Musiala zu entlasten. Mit Luis Diaz und Lennart Karl sind zudem zwei Top-Spieler dazu gekommen, selbst wenn Karl noch sehr unerfahren ist. Dann wären da zudem noch der widererstarkte Serge Gnabry und natürlich Harry Kane, der derzeit vielleicht beste Spieler der Welt.
Musiala kann von der Stärke seiner Mitspieler profitieren und sich ins Offensivspiel einfügen, ohne der Entscheider sein zu müssen. Angesichts des straffen Terminplans in den kommenden Wochen und des engen Kaders werden für Musiala aber dennoch ausreichend Minuten abfallen, um die nötige Spielpraxis zu erlangen.
Heiße Phase in der Champions League beginnt erst Mitte März
Optimal ist in dem Zusammenhang, dass die Bayern in der Bundesliga einen komfortablen Vorsprung haben und die kommenden Aufgaben in der Champions League nicht ganz so schwer sind. Die Achtelfinals in der Königsklasse stehen erst Mitte März an, was bedeutet, dass Musiala noch zwei Monate Zeit hat, um fit zu werden, bis für die Bayern die Phase beginnt, in der es wirklich ums Ganze geht.
Lediglich das Pokal-Spiel gegen Leipzig am 11. Februar kommt eine ganze Ecke früher, jedoch hat Bayern ja in der Bundesliga bewiesen, dass man gegen die Sachsen nicht unbedingt auf Musiala angewiesen ist.
Musiala in der heißen Saisonphase und bei der WM ausgeruht und bereit
Wichtig wird für Musiala sein, dass er jetzt keine größeren Rückschläge erleidet. Kleinere Wehwehchen sind nach einer so langen Pause hingegen normal und dürften Musiala nicht aus der Bahn werfen. In der ganz heißen Phase der Saison kann es für den 22-Jährigen letztlich sogar ein Vorteil sein, nicht die gesamte Saison in den Knochen zu haben. Beim ein oder anderen Star stellt sich früher oder später ja auch eine gewisse Müdigkeit ein.
Selbiges gilt auch in Hinblick auf die WM. Sind andere Akteure vielleicht nach der Saison ein wenig ausgelaugt, dürfte der Tank bei Musiala noch voll sein. Ausreichend Spielpraxis dürfte er bis zum Großevent im Sommer zudem gesammelt haben. Musiala kann in den letzten Vorbereitungsspielen ganz normal mitmischen und sollte dann auch gesetzt sein, wenn das Turnier startet. Alles andere wäre eine Überraschung, selbst wenn man natürlich erstmal abwarten muss, wie die nächsten Wochen und Monate laufen.
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