Wenn Jürgen Klopp in wenigen Wochen seine ersten Länderspiele als Coach der Deutschen Nationalmannschaft absolviert, wird ein großer Name fehlen. Antonio Rüdiger hat seine Karriere im DFB-Team beendet. Der Abwehr-Star teilte seine Entscheidung in einem langen Post auf Instagram mit.
"Nach einiger Zeit des Nachdenkens ist für mich der Zeitpunkt gekommen, meine Karriere in der Nationalmannschaft zu beenden und den Weg für die junge Generation frei zu machen", erklärte Rüdiger seinen Entschluss.
Überraschend ist das nicht, zumal sich Rüdiger mit seinen 33 Jahren und einigen Verletzungsproblemen in den letzten Spielzeiten im Herbst seiner Karriere befindet.
Medienberichten zufolge war für Rüdiger eigentlich schon nach dem WM-Aus klar, dass seine Karriere in der Nationalmannschaft beendet ist. Das Kommen von Jürgen Klopp soll den Routinier dann nochmal ins Grübeln gebracht haben. Nun ist er sich aber sicher, dass er sich ganz auf seine Aufgaben im Verein konzentrieren möchte.
Rüdiger erlebt drei dicke WM-Enttäuschungen
Die Bilanz von Rüdiger in der Nationalmannschaft sieht anders als im Klub-Fußball bescheiden aus. Der Innenverteidiger schied bei all seinen WM-Teilnahmen bereits in der Vorrunde oder - wie bei der WM 2026 - im Sechzehntelfinale aus. Sein bestes Turnier war die Heim-EM 2024, bei der Rüdiger als Stammspieler gesetzt war und mit Deutschland immerhin das Viertelfinale erreichte.
Verletzungen, Eskapaden und Formschwächen haben dann jedoch dazu geführt, dass er 2026 eigentlich nur als Backup zum Turnier fuhr. Die Verletzung von Nico Schlotterbeck hat ihm zwar den Sprung in die erste Elf ermöglicht, jedoch konnte Rüdiger dem Team nicht wirklich helfen.
"Auch wenn der große Titel bei den letzten Turnieren ausblieb und wir manche schmerzhafte Niederlage hinnehmen mussten, war diese Zeit für mich ein extrem besonderes Kapitel, das mich für immer prägen wird", blickt er dennoch positiv auf seine 86 Länderspiele zurück.
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