Die Leidenszeit hatte nach 84 Tagen endlich ein Ende! Nico Schlotterbeck konnte gegen den SC Paderborn sein Comeback geben und dabei sogar von Beginn an spielen. Für den Innenverteidiger war es aber ein hartes Stück Arbeit, die fatale Verletzung aus der WM und die Reha im Anschluss hinter sich zu lassen.
"Das war meine schwerste Zeit im Fußball bisher! Ich hatte zwar letztes Jahr eine viel schwerwiegendere Verletzung, aber das tat schon richtig weh", erzählte er im Gespräch mit BVB TV. Schlotterbeck bezieht sich dabei wohl auf seinen im April 2025 erlittenen Meniskusriss, der ihn fast ein halbes Jahr kostete. Folgt auf eine solche Leidenszeit dann ausgerechnet mitten in einem WM-Turnier die nächste Verletzung, ist das mehr als nur ein Schlag in die Magengrube. Für Schlotterbeck war die Weltmeisterschaft bereits nach dem zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste zu Ende.
Schlotterbeck genießt seine Rückkehr auf den Platz
Böse Zungen würden behaupten, dass Schlotterbeck bei der WM nichts Großartiges mehr verpasst hat, jedoch hätte das Turnier mit dem Linksfuß natürlich anders laufen können. Nun gilt es aber selbstredend, den Fokus wieder nach vorne zu richten und mit dem BVB weiter auf der Erfolgswelle zu schwimmen. Das 3:0 gegen Paderborn war schließlich der dritte Sieg im dritten Bundesligaspiel der noch jungen Saison.
"Ich habe mich sehr gefreut. Mit dem Fußball gehen wir ja schon einer gewissen Sucht nach, und ich habe es vermisst, wieder vor den Fans zu spielen, in einem großen Stadion und wieder Spaß am Fußball zu haben", führte der Abwehr-Star aus.
Schlotterbeck, der in der letzten Saison seinen Vertrag in Dortmund verlängert hat, geht mit großem Optimismus in die kommenden Wochen und Monate, was auch an den starken Neuzugängen des BVB liegt. "Sie sind alle auf einem Top-Niveau", verdeutlichte er und hob vor allem Abwehr-Youngster Joane Gadou hervor. "Das ist schon höchste Klasse! Ich freue mich extrem und habe auch das Gefühl, mit der Mannschaft kann einiges gehen", äußerte sich Schlotterbeck voller Optimismus.
Schlotterbeck fiebert Klopp-Ära entgegen: "Freue mich total darauf"
Um die bittere WM-Enttäuschung komplett hinter sich lassen zu können, ist es von Vorteil, dass er auch bei der kommenden Länderspielphase und der Klopp-Premiere mit dabei sein wird. "Ich freue mich total darauf. Es ist eine neue Ära, die er einleitet, und ich hoffe, eine erfolgreiche. Die Vita, die er hier in Dortmund und in Liverpool hat, ist richtig, richtig gut", führte der Innenverteidiger aus.
Schlotterbeck wird bei den Spielen in den Niederlanden (24. September) und gegen Griechenland (27. September) Teil des offiziellen Kaders sein und auch im Anschluss ähnlich wie Jamal Musiala und Serge Gnabry weiter im DFB-Training dabei sein, um nach der Verletzungspause im Rhythmus zu bleiben.
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