Wenn Julian Nagelsmann seinen Kader am 21. Mai bekanntgibt, wird wohl auch der Name Manuel Neuer fallen. Der Bundestrainer ließ die Frage zwar im Rahmen des Sportstudios offen, ob der 40-Jährige zur WM fahren wird, dementierte aber eine mögliche Teilnahme nicht.
"Ich suche immer zunächst das Gespräch mit den Spielern. Ich werde alle Spieler anrufen, die in meiner Ära mal eine tragende Rolle hatten. Das sind so ungefähr 62 Spieler. Dann schauen wir weiter", erklärte der Bundestrainer. Auch die Frage, ob Neuer auf der 55er-Liste steht, beantwortete Nagelsmann nicht, wenngleich auch hier die Antwort klare Indizien lieferte.
"Die Liste wird nicht veröffentlicht, deswegen kommentiere ich das nicht. Da stehen sehr viele Spieler drauf. Es ist immer meine Pflicht, alle Spieler, die infrage kommen, auf die Liste zu schreiben und sie zu bewerten. Das ist eine vorläufige Liste. Da stehen viele Spieler drauf. Wir müssen den Teammanager anrufen, der hat die Liste weggeschickt", führte er schmunzelnd aus.
"Sie dürfen interpretieren, was sie wollen", wich er einer weiteren Nachfrage aus.
Neuer-Rückkehr deutet sich schon länger an
Die Anzeichen auf ein Neuer-Comeback verdichten sich bereits seit Wochen. Zahlreiche Medien berichteten, dass sich Neuer auf der 55er-Liste befindet, die der DFB bereits bei der FIFA einreichen musste. Nach dem 5:1-Sieg der Bayern gegen den 1. FC Köln dementierte Neuer ein mögliches Comeback nicht, sondern erklärte lediglich, dass der Fokus auf dem Pokalfinale liege, das DFB-Team aktuell daher kein Thema sei und man doch den Coach fragen solle.
Wenig später berichtete dann Sky, dass sich Nagelsmann entschieden habe, Neuer als Nummer eins zur WM zu nehmen. Die kleine Blessur, die sich Neuer gegen Köln zugezogen hatte, sei nicht weiter schlimm. Bild-Angaben zufolge soll jedoch noch eine genauere Untersuchung durchgeführt worden sein, dessen Resultat wohl nicht bekannt ist - und über die Teilnahme am Pokal-Finale und bei der WM entscheiden könnte.
Neuer-Comeback wäre eine bittere Nachricht für Baumann
Für Oliver Baumann wäre ein Neuer-Comeback bitter, zumal Nagelsmann dem Hoffenheimer eigentlich das Vertrauen ausgesprochen hatte. Nach der 0:4-Pleite der Hoffenheimer wurde auch Baumann zur Torhüter-Thematik befragt, wollte sich jedoch nicht konkret äußern.
"Von meiner Seite gibt es nicht viel zu sagen. Ich habe meine Infos aus meinem Gespräch mit Julian. Das war ein Vier-Augen-Gespräch. Ich gehe sehr selbstbewusst in die WM-Vorbereitung und dann in die WM", kündigte er an.
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