Was für eine Sensationsmeldung das gewesen wäre! Pep Guardiola als Nationaltrainer Italiens. Dieses Szenario stand tatsächlich kurz vor seinem Abschluss und war kein bloßes Gerücht. Nun packte Paolo Maldini, ehemaliger und kurzzeitiger technischer Direktor der Squadra Azzurra, über diese Geschichte aus und verdeutlichte, wie kurz Guardiola vor einer Annahme des Angebots war.
Guardiola stand kurz vor Italien-Zusage
Wie die italienische Fußballlegende nun der Corriere della Sera verriet, traf sich die italienische Delegation mit Pep Guardiola in Barcelona. Diese verbrachte den Tag mit dem Star-Trainer und aß mit ihm zusammen zu Mittag.
"Wir besuchten ihn in Barcelona [...] Er war kurz davor zuzusagen. Er hatte sogar schon angefangen, Aufstellungen auf Papier zu zeichnen [...] Es war eine sehr ernsthafte Diskussion."Paolo Maldini über Guardiola-Gespräche

"Wir besuchten ihn in Barcelona, aßen zusammen zu Mittag und unterhielten uns den ganzen Tag. Er war sehr angetan", so Maldini über die Gespräche mit Guardiola. Der frühere Weltklasseverteidiger verdeutlichte darüber hinaus außerdem, dass Guardiola kurz davorstand, tatsächlich italienischer Nationaltrainer zu werden. "Er war kurz davor zuzusagen", so Maldini, der noch ergänzte: "Er hatte sogar schon angefangen, Aufstellungen auf Papier zu zeichnen.“
"Wir haben die Kader analysiert, von der U17 aufwärts."Maldini über Guardiola-Gespräche
Guardiola, der selbst einst für Brescia in Italien spielte, zeigte sich von dieser Aufgabe überaus angetan. Er nahm sich sogar gleich der Kaderanalysen der italienischen U-Nationalmannschaften an, um sich gedanklich einen Kader zusammenzustellen. "Es war eine sehr ernsthafte Diskussion. Wir haben die Kader analysiert, von der U17 aufwärts“, so Paolo Maldini über Guardiolas Begeisterung für die mögliche Tätigkeit als Nationaltrainer der Squadra Azzurra. Doch der Deal kam trotzdem nicht zustande.
Nach kräftezehrendem City-Job: Guardiola will sich ausruhen
"Geld war nie ein Thema. Pep hat uns ganz klar gesagt: Gebt mir einen Euro weniger als das, was der letzte Nationaltrainer verdient hat, und ich bin zufrieden“, verdeutlichte Maldini, dass es nicht am Geld scheiterte. Die Gründe lagen woanders. Guardiola hatte schlichtweg nicht die Energie, sich nach seiner langen und kräftezehrenden Zeit bei Manchester City schon wieder in eine neue Aufgabe zu stürzen.
"Geld war nie ein Thema [...] Guardiola hat zehn kräftezehrende Jahre in der Premier League hinter sich. Er hatte eine Rückenoperation und will sich ausruhen."Paolo Maldini

"Guardiola hat zehn kräftezehrende Jahre in der Premier League hinter sich. Er hatte eine Rückenoperation und will sich ausruhen", erklärte Maldini, der selbst kurze Zeit später von seinem Posten als Technischer Direktor der Italiener wieder zurücktrat, nachdem auch sein Vorschlag, Andrea Pirlo zu instaliieren, scheiterte. Mittlerweile stellte man in Italien Roberto Mancini als neuen Nationaltrainer vor.
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