Leihe ein Flop: Artem Stepanov trifft Entscheidung
Von Dominik Hager

Abbruch statt Durchbruch? Nürnbergs Leihstürmer Artem Stepanov erlebt bislang eine Saison zum Vergessen und könnte den Verein noch im Winter verlassen. Der 18 Jahre alte Angreifer, der eigentlich Bayer 04 Leverkusen gehört, hat in der laufenden Spielzeit kein einziges Zweitliga-Tor erzielt. Kam er in der Hinrunde immerhin auf 678 Pflichtspielminuten, reichte es am Wochenende gegen Elversberg nicht mal für den Kader.
FCN-Coach Miroslav Klose wollte einen Blitz-Abschied nach dem Spiel nicht ausschließen. "Das wäre jetzt zu viel hineininterpretiert. Aber Fakt ist, dass er mit Piet Scobel noch einen Konkurrenten dazubekommen hat, der es richtig gut macht. Das bleibt stehen", gab er laut Bild-Angaben zu verstehen.
Scobel schaffte Ende der Hinrunde den Sprung aus dem Junioren-Team in die Profi-Mannschaft und durfte gegen Elversberg erstmals von Beginn auflaufen. Dabei glänzte der 20-Jährige mit einem Doppelpack.
Stepanov möchte Nürnberg wohl verlassen
Dies wird natürlich auch Stepanov vernommen haben, der ja eigentlich in Nürnberg ist, um Spielzeit zu sammeln. Laut Informationen der Bild hat der 18-Jährige deswegen mittlerweile einen Wechselwunsch bei den Verantwortlichen hinterlegt und drängt auf einen Abschied im Winter. In Nürnberg soll man dem Wunsch offen gegenüberstehen. Nun müsste sich bis zum 2. Februar halt noch ein möglicher Abnehmer finden, mit dem auch Stammverein Leverkusen einverstanden ist.
Sollte Stepanov vorzeitig gehen, wäre er schon der zweite junge Offensivspieler, der sein Leih-Engagement in Nürnberg früher als geplant abbricht. Der von Crystal Palace geliehene Mustapha Hindolo kam in der Hinrunde nicht einmal zum Einsatz und kehrte am 31. Dezember zu seinem Stammverein auf die Insel zurück.
Stepanov mit grandioser U19-Bilanz in Leverkusen
Gewiss könnte auch Stepanov einfach zu Leverkusen zurückgehen, jedoch wäre das auch nicht im Sinne aller Beteiligter. In der ersten Mannschaft dürfte er schließlich kaum eine Chance auf Einsatzzeiten haben. Wie es mittel- und langfristig weitergeht, wird man sehen müssen, zumal der Ukrainer nur noch bis 2027 Vertrag hat.
Stepanov hat für die Leverkusen-Profis erst zwei Einssätze, es dafür in der U17 und U19 so richtig krachen lassen. Gerade in der U19 konnte er mit der glänzenden Bilanz von 22 Toren in 26 Spielen für Furore sorgen. Nun gilt es eben, auch im Erwachsenen-Bereich die nötigen Tore zu machen. Daran wird ein Stürmer letztlich gemessen.
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