Nach zwei Siegen und dem vorzeitigen Gruppensieg bei der WM 2026 sorgte die 1:2-Niederlage gegen Ecuador für einen Stimmungsdämpfer. In der Öffentlichkeit werden auch zahlreiche Stars der deutschen Nationalmannschaft hinterfragt. Allen voran Kapitän Joshua Kimmich und seine Rolle als Rechtsverteidiger.
Der Bayern-Star kann seine Stärken bekanntermaßen auf der Sechserposition deutlich besser zur Geltung bringen, spielt aber notgedrungen rechts hinten. Umso schwerer wiegt die Tatsache, dass Bundestrainer Julian Nagelsmann keinen gelernten rechten Außenverteidiger zum großen Turnier mitnahm und deshalb auf Kimmich setzen muss, der nicht gerade durch sein Tempo bekannt ist.
Wenig überraschend werden die Forderungen immer lauter, Kimmich wieder zurück ins Mittelfeldzentrum zu beordern. Auch Philipp Lahm schließt sich der Meinung vieler Beobachter an, was aber auch mit den Leistungen eines anderen Münchners zusammenhängt.
Pavlovic auf die Bank? "Unglaublich viele leichte Ballverluste"
"Aleksandar Pavlovic hat in diesem Turnier noch nicht wirklich überzeugt, ich erkenne unglaublich viele leichte Ballverluste. Er ist nicht optimal positioniert auf dem Feld", kritisiert Lahm den 22-Jährigen in seiner WM-Kolumne beim kicker.

Der langjährige DFB-Kapitän würde daher viel lieber Kimmich auf der Sechserposition neben Felix Nmecha sehen. "Er hat dort etwa zehn Jahre auf hohem Niveau gespielt, in der Nationalelf wie beim FC Bayern. Er würde der Mannschaft Stabilität geben, seine Stärken würden deutlich mehr sichtbar werden. Er kann der Defensive helfen, genau wie der Offensive mit seinen tiefen Pässen", erklärt Lahm und kommt so zur Schlussfolgerung: "An seine Seite passt derzeit Felix Nmecha besser. Somit müsste Pavlovic aus der Startelf weichen."
Wer spielt hinten rechts? Lahm würde auf Anton setzen
Bleibt abzuwarten, ob Nagelsmann sich schon im anstehenden Sechzehntelfinale gegen Paraguay (Montag, 22:30 Uhr) zu einem Positionswechsel von Kimmich hinreißen lässt. Die große Frage lautet dann aber: Wer spielt hinten rechts?
Lahm hat zumindest einen Lösungsansatz parat: Waldemar Anton, der eigentlich gelernter Innenverteidiger ist, sollte laut dem 42-Jährigen in die Startformation rücken und die vakante Rechtsverteidigerposition besetzen. Das würde vor allem Kimmich entlasten.
"Rechts hinten tut man jedoch Kimmich keinen Gefallen. Seine Stärken und Führungsqualitäten sind im Mittelfeld gefragt", stellt Lahm fest.
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