Die Flexibilität eines Spielers, nicht nur eine einzige Rolle übernehmen zu können, kann Segen und Fluch zugleich sein. Das hat Jakub Kaminski im Laufe dieser Saison bereits kennengelernt. Durfte er im ersten Saisondrittel als Flügelstürmer noch auf seiner gewohnten Position auflaufen, in der er auch zuverlässig ablieferte, wurde er später überall und nirgends eingesetzt.
Damit ging dem 23-Jährigen die Torgefahr ab, die ihn zum Saisonstart so wichtig für den 1. FC Köln gemacht hatte. Sein letzter Treffer in der Bundesliga liegt inzwischen mehr als drei Monate zurück.
Kwasniok erklärt die verschiedene Rollen für Kaminski
Grund genug für Lukas Kwasniok, öffentlich eine Lanze für Kaminski zu brechen und zugleich um Entschuldigung zu bitten. "Ich muss ja Abbitte leisten. Er ist der erste Spieler, bei dem ich mich zum ersten Mal in meiner Laufbahn als Trainer nicht an dem messen lassen kann, was ich ihm versprochen habe", erklärte der Effzeh-Coach nun vor dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund am Samstagabend (via Geissblog).
"Dass er nicht als Wandervogel auf dem Feld unterwegs ist. Das tut mir leid. Er ist einfach derjenige, der so ein Spielverständnis hat, so eine Grundqualität in allen Elementen des Spiels, dass er sowohl vorne links als auch hinten rechts spielen kann", führte Kwasniok weiter aus. Deshalb hatte er Kaminski zwischenzeitlich auf verschiedenen Positionen eingesetzt, wenn es etwa die Verletztensituation erforderte. Damit beraubte der Trainer ihn aber auch seiner wichtigen Stärke vor dem gegnerischen Tor.
- Dazu interessant: Die voraussichtliche Effzeh-Startelf gegen den BVB
Kaminski habe oftmals dort gespielt, "wo er für uns am wertvollsten sein konnte". Das habe dazu geführt, dass er "nicht immer im Flow" war, gestand Kwasniok ein. Deshalb machte er ihm das Versprechen, dass er gegen den BVB "auf jeden Fall offensiver" zum Einsatz kommen werde. Gegen den Tabellenzweiten will Köln einen wichtigen Heimsieg erringen - bestenfalls auch durch die Torgefahr des polnischen Offensivspielers.
