Kwasniok äußert scharfe Kritik an Köln-Profis - und bestätigt Winter-Neuzugang
Von Franz Krafczyk

Die bisherigen Einheiten des 1. FC Köln im neuen Kalenderjahr haben nicht dafür gesorgt, dass Lukas Kwasniok entspannter auf die zweite Saisonhälfte blicken kann. Zwar haben die Geißböcke das Testspiel am Montag gegen den Schweizer Erstligisten FC Lugano mit 2:1 gewonnen, das Fazit des Coachs zum Trainingslager in Spanien fällt bislang aber trotzdem alles andere als positiv aus.
"Ich bin ja immer recht ehrlich. Die ersten zwei, drei Tage waren schon so, dass ich das Gefühl hatte: Wir müssen einen Zahn zulegen. Wir haben zwar abgearbeitet, aber es hat schon ein Quäntchen gefehlt", sagte Kwasniok am Montagabend in einer Medienrunde.
Der 44-Jährige kritisierte vor allem die Haltung, die seine Profis in La Nucia an den Tag legen: "Du kannst deinen Job erledigen, oder du kannst ihn mit Hingabe erledigen. Ich glaube, wir tun gut daran, das vom ersten Tag an zu tun."
Kwasniok mit ernster Ansprache - und einer Bitte an seine Spieler
In den ersten Tagen des Trainingslagers habe Kwasniok darauf gehofft, dass dieser Impuls "von innen heraus" aus der Mannschaft kommt. Da dies offenbar nicht geschah, sah sich der Trainer zu einer ernsteren Ansprache gezwungen.
"Ich habe gestern Abend ein bisschen länger zur Mannschaft gesprochen und darauf hingewiesen, worum es für den 1. FC Köln in der Bundesliga geht – nämlich den Klassenerhalt. Da gehören eine Gier, eine Hingabe, eine Energiebereitschaft in jeder Trainingseinheit dazu. Wir haben ein wichtiges Spiel am Samstag. Da gab es schon den Hinweis und die Bitte, mit Hingabe Fußball zu arbeiten", verriet Kwasniok.
Das siegreiche Testspiel gegen Lugano sei aus Kwasnioks Sicht immerhin ein Schritt in die richtige Richtung gewesen. "Ich habe kein Zuckerschlecken erwartet, sondern eine gute Haltung, viel Kommunikation und Bereitschaft in der Arbeit gegen den Ball. Das haben die Jungs gemacht, deswegen bin ich unter dem Strich zufrieden", lobte er nach der Partie.
Erster Neuzugang wohl ab Dienstag dabei
Gut möglich, dass schon am Dienstag ein neues Gesicht für frischen Wind auf dem Trainingsplatz sorgen kann. Die Leihe von Jahmai Simpson-Pusey ist bereits in trockenen Tüchern. Obwohl die offizielle Verkündung des Deals noch aussteht, hoffte Kwasniok darauf, den neuen Mann schon beim Abendessen begrüßen zu dürfen.
Mit einer ersten Einschätzung zum 20-jährigen Innenverteidiger, der bis Sommer von Manchester City ausgeliehen wird, hielt sich Kwasniok aber noch zurück: "Lasst euch doch mal überraschen. Ich will nicht so viel vorwegnehmen. Am Ende erzähle ich etwas und es trifft gar nicht zu - und das wäre doof", entgegnete er einem Journalisten auf die Frage, welche Qualität Simpson-Pusey mitbringe.
Klingt nicht unbedingt danach, als wäre er der große Wunschspieler des Trainer gewesen...
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