Kurz vor dem Spiel: Nächste Eskalation zwischen dem BVB und Atalanta
Von Fabian Küpper

Wenn Borussia Dortmund am Mittwochabend in Bergamo zum Rückspiel der Champions-League-Playoffs antritt, dann wird das kein Spiel wie jedes andere. "Es wird hitzig, intensiv und vielleicht sogar ein bisschen aggressiv von der Stimmung", weiß auch Sportdirektor Sebastian Kehl.
Ein Großteil der Dortmund-Fans wird diese Atmosphäre allerdings nicht miterleben. Die aktive Fanszene der Westfalen boykottiert das Spiel nach den fragwürdigen Maßnahmen der örtlichen Polizei in Bergamo. Diese hatte unter anderem Hausbesuche durchgeführt und BVB-Fans an der Ausreise aus Bergamo gehindert. Das Fan-Bündnis Südtribüne Dortmund spricht in einem Statement von einem "regelrechten Spießrutenlauf".
Und auch abseits dieser Aktion ist die Stimmung zwischen den beiden Teams regelrecht vergiftet. Diese ohnehin schon angespannte Situation erhielt jetzt noch einmal neue Nahrung.
Affront gegen die UEFA und den BVB
Laut der Bild hat sich die Klubführung der Bergamasken rund um Vorstandschef Luca Percassi einen regelrechten Affront erlaubt. Der 45-Jährige und seine Kollegen luden die Dortmunder Delegation nämlich nicht zum eigentlich üblichen Pre-Match-Dinner ein. Stattdessen werden Lars Ricken und Kehl mit der Mannschaft essen.
Einen solchen Vorgang hatten die BVB-Bosse zuvor noch nie erlebt. Bei dieser verpassten Einladung handelt sich sogar um einen Verstoß gegen den Werte-Kodex der UEFA. Der europäische Verband gibt das Essen als klare Empfehlung und indirekte Pflicht für den gastgebenden Verein vor.
Streitthema Inacio
Es ist die Fortführung des Zwists zwischen den Vereinsbossen, der bereits in der letzten Woche zu beobachten war. Damals boykottierte Percassi mit seiner Delegation das Dortmunder Dinner und erhob stattdessen schwere Vorwürfe gegen den BVB.
Zankapfel war der Transfer von Sturmtalent Samuele Inacio aus dem Jahr 2024. Percassi wirft dem BVB beim Transfer einen Verstoß gegen geltendes UEFA-Recht vor und behauptete bei Sky Italia, dass sich der BVB nicht an geltende Fristen gehalten habe.
Sportvorstand Lars Ricken antwortete auf diese Vorwürfe deutlich: "Das war ein Transfer eines Minderjährigen. Da gibt es klare Regularien, wo alles dokumentiert werden muss. Das haben wir sehr umfangreich gemacht und die Fifa hat uns bestätigt, dass alles korrekt war. Samuele spielt jetzt schon seit eineinhalb Jahren bei uns, deshalb ist diese Diskussion zum jetzigen Zeitpunkt sehr verwunderlich."
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