Konkurrenzkampf mit Urbig? Neuer sieht sich in der Verantwortung

Manuel Neuer möchte erst im Fühjahr entscheiden, ob er seinen 2026 auslaufenden Vertrag verlängern möchte. Seine Rolle hat sich allerdings jetzt schon verändert.
Jonas Urbig könnte die Neuer-Nachfolge antreten
Jonas Urbig könnte die Neuer-Nachfolge antreten / picture alliance/GettyImages
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Noch immer herrscht Unklarheit darüber, ob Manuel Neuer seine Karriere im Sommer über 2026 hinaus verlängern wird. Klar dürfte aber sein, dass Nachfolge-Kandidat Jonas Urbig im Falle einer Verlängerung noch mehr Einsätze erhält, als das in dieser Spielzeit der Fall ist. Für Neuer geht es schon jetzt darum, seinen möglichen Erben bestmöglich zu unterstützen.

"Ich sehe mich jetzt auch in der Verantwortung, den Verein so zu unterstützen, dass es in Zukunft auf der Torhüterposition positiv weitergeht", erklärte der Bayern-Kapitän im Interview in der At Broski Show. Neuer bekräftigte zudem, wie gut das Verhältnis innerhalb der Torhüter-Truppe beim FCB ist. "Da sind wir alle zusammen auch ein gutes Team, mit Ulreich sowieso und jetzt auch mit Jonas. Wir verstehen uns als Einheit und deshalb bekommt jeder auch den Support, den er benötigt", schilderte der erfahrene Schlussmann.

Neuer lebt den Teamgedanken: "Wir unterstützen uns"

Es herrscht kein klassischer Konkurrenzkampf vor, sondern vielmehr eine Atmosphäre, bei der sich alle gegenseitig das Beste wünschen. "Wir unterstützen uns und versuchen, uns auch im Training ehrgeizig zu motivieren", erklärte Neuer.

Beim FC Bayern herrscht die Abmachung, dass Neuer das ein oder andere Spiel an Urbig abtreten soll. Eine Bitte, der der 39-Jährige nachkommt, auch wenn die Einsatzzeiten von Urbig eher überschaubar blieben. Einen ähnlichen Plan hatten die Münchner bereits, als Alexander Nübel verpflichtet wurde. Damals konnte Neuer aber noch wenig von der Vorstellung abgewinnen, seine Einsatzzahl zu reduzieren.

Neuer erinnert sich an eigene Anfänge

Inzwischen ist der Keeper aber eben nochmal ein paar Jahre älter geworden, benötigt seine Pausen und hat seine Denkweise verändert. Jetzt, wo sein Karriereende naht, erinnert sich Neuer auch an seine Anfänge zurück.

"Ich kenne natürlich auch die andere Seite, wo du kämpfen musst, wo du dann aus der A-Jugend oder U19 rauskommst und erstmal bei den Profis bist, dritter Torwart bist und auch dafür kämpfen musst, dass du auch selbst mal zwischen den Pfosten stehst", führte er aus.

Urbig in sehr guter Ausgangslage

In der laufenden Saison kommt Urbig auf fünf Spiele, was allerdings auch mit der Pokal-Sperre und Verletzungsproblemen bei Neuer zu tun hat. Deutlich wurde allerdings, dass sich der Youngster gut entwickelt und das Vertrauen im Verein genießt. Urbig ist aktuell der Keeper, der definitiv die besten Chancen auf die Neuer-Nachfolge hat.

Der in diesem Jahr durchwachsene Nübel dürfte kaum mehr eine Chance haben. Zudem ist auch nicht mehr damit zu rechnen, dass die Bayern eine erfahrene neue Nummer eins kaufen wollen. Urbig hat alle Chancen auf den Stammplatz, stellt sich nur die Frage, ob ab Sommer 2026 oder ab 2027.


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