Die ersten Spiele unter der Leitung von René Wagner liefen für den 1. FC Köln recht positiv, wenngleich die große Wende bislang ausblieb und nur gegen Werder Bremen ein Sieg gelang. Immerhin ist Wagner nach drei Spielen als Cheftrainer noch ungeschlagen. Diese Serie wollen die Geißböcke am Samstag fortsetzen, wenn Bayer Leverkusen zum kleinen Rheinderby ins RheinEnergieStadion kommt.
Die Werkself ist aufgrund ihrer höheren individuellen Qualität der Favorit. In ihrer aktuellen Verfassung ist sie jedoch schlagbar. Das hat nicht nur der FC Bayern gezeigt, der unter der Woche im DFB-Pokal-Halbfinale mit 2:0 in der BayArena gewann. Der Tabellensechste verlor am vergangenen Wochenende überraschend mit 1:2 gegen den FC Augsburg und muss um die Champions-League-Teilnahme bangen.
Wagner will Bayer-Stars die Qualität und die Lust nehmen
Können ausgerechnet die Kölner dem ungeliebten Nachbarn nun die dritte Pflichtspielniederlage in Folge zufügen? Trainer Wagner scheint jedenfalls einen klaren Matchplan zu haben, mit dem Bayer 04 bezwungen werden soll.
"Für uns geht es darum, dass wir mehr Herz zeigen wollen, dass wir noch aggressiver gegen den Ball sein möchten. Wir müssen denen ihre Qualität nehmen. Wir müssen alles dagegenhalten, was wir können", erklärte der 37-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem Spiel die Marschroute. "Wir wollen dafür sorgen, dass wir den Ball auch mal halten, dass wir die Laufwege für den Gegner weit machen und, dass sie irgendwann vielleicht auch keine Lust mehr haben, hinterherzulaufen."
Leverkusens Müdigkeit nach Pokalspiel als Faktor?
Da die Bayer-Stars in der jüngeren Vergangenheit "immer mal Probleme" mit Gegnern hatten, die eine höhere Intensität auf den Platz brachten, wollen die Geißböcke vorwiegend über den Kampf bestehen. Mit Sicherheit helfen werden die heimischen Anhänger als zwölfter Mann im Rücken – und die Müdigkeit des Gegners? "Ich glaube, ein Spiel unter der Woche ist für den Gegner nie ein Vorteil. Dann sollte es schon einer für uns sein", sagte Wagner mit Blick auf das Leverkusener Spiel am vergangenen Mittwoch gegen die Bayern.
Der neue Cheftrainer schob jedoch hinterher: "Die Jungs in Leverkusen sind es gewohnt, auch unter der Woche zu spielen. Deshalb schauen wir erst einmal nur auf uns, darauf, dass wir von Anfang an Energie auf den Platz bekommen, um dann vielleicht den minimalen Vorteil zu nutzen, den uns das Spiel unter der Woche gibt."
Für die Kölner kommt erschwerend hinzu, dass Ragnar Ache fehlen wird. Der Stürmer hatte sich beim vergangenen Auswärtsspiel gegen St. Pauli verletzt und wird in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen. Marius Bülter dürfte für ihn in die Startelf rücken.
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