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Köln-Coach Wagner über den Ache-Ersatz: "Es gibt nur einen Spieler"

Das Saison-Aus von Ragnar Ache schmerzt den 1. FC Köln sehr. Trainer René Wagner hat vor dem Derby gegen Leverkusen über den möglichen Ersatz für den Torjäger gesprochen.
Ragnar Ache wird dem Effzeh diese Saison nicht mehr helfen können
Ragnar Ache wird dem Effzeh diese Saison nicht mehr helfen können | NurPhoto/GettyImages

Im kleinen Rheinderby gegen Bayer Leverkusen will der 1. FC Köln am Samstagnachmittag (15:30 Uhr) den nächsten Schritt in Richtung direkter Klassenerhalt gehen. Kwasniok-Nachfolger René Wagner, unter dem die Geißböcke als Chefcoach noch ungeschlagen sind, muss die restlichen vier Saisonspiele aber ohne Mittelstürmer Ragnar Ache angehen.

Ache für Köln nicht 1:1 zu ersetzen

"Es gibt nur einen Spieler, der Raggy ersetzen kann, und das ist Raggy."
FC-Coach René Wagner über Ragnar Ache

Die Bedeutung des Torjägers lässt sich für Wagner nicht allein an seinen sieben Toren und fünf Assists ablesen. Fünf seiner 13 Scorer hatte der 27-Jährige dabei in den letzten neun Spielen erzielt. 'Raggy', so Aches Spitzname, ist für das Kölner Spiel vor allem auch so wichtig geworden, weil er mit seiner Physis Bälle gut festmachen kann. Darüber hinaus besticht der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler mit einer beeindruckenden Kopfballstärke.

Wagners Fazit zum möglichen Ache-Ersatz lautete am Donnerstag daher auch deutlich: "Es gibt nur einen Spieler, der Raggy ersetzen kann, und das ist Raggy."

Wer für Ache nun am Samstag und die restlichen Spiele im Sturmzentrum beginnt, ließ der Effzeh-Coach offen. "Es ist nicht einfach für uns. Ich trete niemandem zu nah, wenn ich sage, dass Raggy eine unfassbare Qualität in der Luft hat. Es geht also darum, dass wir die richtige Kombination an Spielern finden und den Ausfall im Kollektiv aufzufangen", führte Wagner aus.

Schon Mittelfeldspieler Isak Johannesson hatte am Mittwoch betont: "Er ist ein wichtiger Spieler für uns, vor allem in der zweiten Hälfte der Saison war er unglaublich. Wir müssen uns jetzt daran anpassen, aber es wird uns auf jeden Fall sehr fehlen."

Bülter Favorit auf Ache-Rolle

Drei Kandidaten kommen zunächst als Ache-Ersatz infrage: Luca Waldschmidt, Marius Bülter und Youssoupha Niang. Shootingstar Said El Mala ins Zentrum zu verfrachten würde dem 19-Jährigen dagegen wohl zu sehr seiner Eins-gegen-eins-Qualitäten berauben.

Während Niang bislang bei den Profis noch wenig beeindrucken konnte, weisen Bülter und Waldschmidt unterschiedliche Stürmer-Profile auf. Letztgenannter hatte unter Wagner zuletzt wieder als Joker geglänzt.

Der 29-Jährige sei demnach "immer eine Option zu starten", so Wagner. Allerdings merkte dieser auch an, dass die Stärken des Ex-Nationalspielers am besten zum Tragen kommen, wenn die Mannschaft viel Ballbesitz hat. "Wir müssen schauen, ob wir gegen Leverkusen so oft den Ball haben werden, um ihn richtig einsetzen zu können", gab Wagner zu bedenken.

Zwar könne "ein anderes Stürmerprofil zwischen den Linien ein anderes Spiel geben", nicht nur gegen Leverkusen sollen lange Bälle aber weiter Teil des Effzeh-Spiels bleiben. "Als Exit-Ball unter Druck ist der Ball aber weiter wichtig für uns. Wir haben Geschwindigkeit auf der Linie und deswegen werden wir den Ball weiterhin spielen", betonte Wagner.

Insgesamt spricht daher viel für Marius Bülter in der Startelf. Der 33-Jährige überzeugte vor allem zu Saisonbeginn als Mittelstürmer. Der Routinier bringt eine gewisse Physis mit und ist auch gegen den Ball extrem laufstark. Mutmaßlich ein wichtiger Faktor gegen die Werkself, die am Samstag in Köln zum Siegen verdammt ist, soll es mit der Champions-League-Quali klappen.

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