Köln-Trainer Kwasniok erklärt erneuten Joker-Einsatz von El Mala

Beim 0:2 in Augsburg wäre der 1. FC Köln wohl schon früher auf die Qualität von Said El Mala angewiesen gewesen. Trainer Lukas Kwasniok erklärte nach dem Abpfiff, warum er das Offensivjuwel erneut erst spät eingewechselt hat.
Said El Mala konnte die Niederlage des Effzeh in Augsburg als Joker nicht mehr verhindern
Said El Mala konnte die Niederlage des Effzeh in Augsburg als Joker nicht mehr verhindern / picture alliance/GettyImages
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Beim 1. FC Köln herrschte nach der 0:2-Niederlage beim FC Augsburg große Ernüchterung. Die Geißböcke drohen gerade ihr Polster auf die Abstiegsränge zu verspielen, je nach den Ergebnissen der Konkurrenz könnten sie schon an diesem Wochenende auf Platz 14 abrutschen.

Nur zwei Siege aus den jüngsten 15 Bundesliga-Spielen sprechen eine klare Sprache. Daher nimmt auch die Kritik an Trainer Lukas Kwasniok immer weiter zu. Nach Abpfiff musste der 44-Jährige nicht nur die Leistung seiner Mannschaft rechtfertigen, sondern auch erklären, warum er Said El Mala erneut erst spät von der Bank brachte.

Früherer El-Mala-Einsatz wäre "verantwortungslos" gewesen

Dass Kwasniok sein Offensivjuwel erst in der 66. Minute einwechselte, hatte diesmal aber einen guten Grund. Denn nachdem sich El Mala unter der Woche im Training am Oberschenkel verletzt hatte, stand kurzzeitig auf der Kippe, ob er überhaupt nach Augsburg mitfahren konnte. "Ihn laufen zu lassen, wäre hirnrissig gewesen", erklärte der Übungsleiter schon vor Anpfiff.

Auf Nachfrage ging Kwasniok nach der Partie ein weiteres Mal auf seinen Youngster ein. "El Mala früher zu bringen, war unmöglich. Ich war happy, dass er uns heute zur Verfügung stand, alles andere wäre verantwortungslos. Eine halbe Stunde war das Maximum der Gefühle. Er hat diese Woche einfach nicht trainiert und keinen Sprint gezogen", so der 44-Jährige (via kicker).

Effzeh-Trainer Lukas Kwasniok hadert mit der nächsten Niederlage
Effzeh-Trainer Lukas Kwasniok hadert mit der nächsten Niederlage / picture alliance/GettyImages

Nach seiner Einwechslung konnte El Mala durch Einzelaktionen zwar für Gefahr sorgen, an der bitteren Niederlage aber nichts mehr ändern. Den Wunsch vieler Kölner Anhänger, ihn von Anfang an zu sehen, konnte Kwasniok zwar verstehen, "aber diesen Wunsch konnte ich auch uns selbst nicht erfüllen".

Aus Kölner Sicht bleibt zu hoffen, dass El Mala seine Verletzungsprobleme bis zum kommenden Spiel vollständig auskurieren kann. Gegen Borussia Dortmund werden die Rheinländer umso mehr auf die Dienste ihres Offensivspielers angewiesen sein, wenn sie sich eine Überraschung ausrechnen.


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