1:1 trennte sich der 1. FC Köln am Freitagabend vom FC St. Pauli – das Ergebnis war am Ende jedoch nur zweitrangig. Vielmehr richteten sich alle Augen auf Stürmer Ragnar Ache, der in der 51. Minute nach einem abgebrochenen Sprint verletzungsbedingt ausgewechselt wurde.
Zurück in Köln bestätigten sich dann die Befürchtungen: Der 27-Jährige fällt mit einer Muskelverletzung bis zum Saisonende aus (90min berichtete). Für die Kölner ist das ein Schock, der Trainer René Wagner jetzt zwingt, kreativ zu werden.
Ein Trio als Alternative
Denn einen ähnlichen Spielertyp wie Ache hat der Kölner Kader nicht zu bieten. Die Bild mutmaßt, dass sich Wagner zwischen drei Spielern entscheiden wird: Luca Waldschmidt, Marius Bülter und Youssoupha Niang.
Die größten Chancen werden jedoch Bülter zugerechnet. Der 33-Jährige kommt von den genannten Kandidaten noch am ehesten an Aches Physis ran und arbeitet zudem viel mit nach hinten. Das könnte am Ende den Ausschlag geben.
Waldschmidt auf der anderen Seite ist unter Wagner wieder komplett aufgeblüht. In den letzten drei Spielen sammelte er als Joker jeweils einen Scorerpunkt und brachte viel Schwung und Energie von der Bank. Deshalb könnte er weiterhin in dieser Rolle bleiben, damit Wagner in knappen Spielen immer noch ein Ass im Ärmel hat.
El Mala als Stürmer?
Der Dritte im Bunde ist Youngster Niang. Der 20-Jährige kam bislang zu sechs Bundesliga-Spielen, in denen er allerdings noch deutlich Luft nach oben hatte. Aber: Zuletzt zeigte er für die Kölner U21 beim 3:0-Derbysieg gegen Fortuna Düsseldorf mit zwei Toren und einer Vorlage eine starke Leistung – womöglich winken so weitere Joker-Einsätze.
Es gibt aber auch noch eine vierte Variante. In dieser würde Said El Mala vom Flügel ins Zentrum rücken und als Stürmer agieren. Den freigewordenen Platz würden dann entweder Linton Maina oder Jakub Kaminski einnehmen.
Es wird deutlich: Wagner hat vor dem anstehenden Derby gegen Bayer Leverkusen noch einiges zu puzzeln...
