Als Skhiri 2023 ablösefrei zur Eintracht gekommen ist, waren die Frankfurter Hoffnungen auf einen echten Transfercoup hoch. Zunächst hatten sich diese auch zu Teilen bestätigt, der Tunesier war in den ersten zwei Jahren im defensiven Mittelfeld der Hessen häufig gesetzt. Zwar kam der Routinier nur selten an die starken Leistungen seiner letzten Effzeh-Saison heran, allerdings spielte er seinen Part stets solide.
In der vergangenen Saison brach Skhiri dann aber in seiner Performance zusammen und kam vermehrt von der Bank zum Einsatz. Man bekam grundsätzlich das Gefühl nicht los, dass Skhiri und die SGE kein passender Fit sind - trotz teilweise erfolgreicher Phasen in Frankfurt.
Auf eine extrem schwache WM mit Tunesien folgte für Skhiri im Sommer der nächste Rückschlag: SGE-Trainer Adi Hütter sortierte den 31-Jährigen aus, schickte ihn in den Trainingsbetrieb der U21 und stellte ihn für Gespräche mit anderen Vereinen frei. "Ich hatte schwierige Momente", blickte Skhiri darauf zurück. "Ich brauche ein bisschen Zeit, um auf meinem höchsten Level zu spielen. Meine Vorbereitung bei der Eintracht war nicht optimal."
Skhiri glücklich über Effzeh-Comeback
Künftig wird Skhiri wieder für die Geißböcke auflaufen, bereits von 2019 bis 2023 spielte der Sechser in Köln. "Das war eine wichtige Karriere-Entscheidung für mich. Am Anfang hatte es die Überlegung gegeben, ein neues Land kennenzulernen", gab der Rückkehrer seine Gedanken der letzten Wochen preis. "Es gab auch ein Angebot aus Spanien, aber ich bin sehr glücklich, dass wir wieder hier sind. Meine Frau ist sogar noch glücklicher als ich." Nach BILD-Informationen könnte die Offerte vom FC Sevilla abgegeben worden sein.
Aus Skhiris erster Zeit in Köln sind neben Leuten aus dem Stuff unter anderem noch Jan Thielmann, Timo Hübers und Marvin Schwäbe dabei. "Es gibt schon noch ein paar Gesichter, die ich kenne - und das hilft mir natürlich", sagte der Tunesier über seine Eingewöhungsphase. "Es herrscht gute Stimmung im Team. Die Leute sind glücklich, dass ich hier bin. Das motiviert mich sehr. Der Verein hat mir sehr viel Vertrauen entgegegengebracht. Ich will mit Herz spielen und mein Bestes geben."
Skhiri will Köln als Führungsspieler weiterhelfen
Neben dem BVB-Poker um Shootingstar Said El Mala war die Sechsersuche beim Effzeh das dominierende Thema der Transferperiode, nachdem man Eric Martel an Mainz verloren hatte. Die Wahl fiel nun auf Skhiri, der den Kölnern als Führungsspieler weiterhelfen möchte. "Das ist meine Rolle. Ich rede vielleicht nicht so viel und bin auch nicht der Lauteste, aber ich probiere Disziplin und Qualität reinzubringen."
Und vielleicht findet Skhiri in Köln auch wieder zu seiner alten Torgefährlichkeit zurück, in seiner letzten Bundesliga-Saison für die Domstädter standen am Ende sieben Treffer zu Buche.
