Kimmich oder Kim Schuld an Bayerns Pass-Fauxpas? Eberl legt sich fest
Von Oliver Helbig

Im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt am gestrigen Samstagnachmittag schien ein bereits sicher geglaubter Sieg des FC Bayern München noch einmal ins Wanken zu geraten, denn nach einer 3:0-Führung der Hausherren kamen die Hessen noch einmal auf 3:2 heran und machten diese Partie aus Sicht der Münchner am Ende spannender als nötig. Mitten in dieser beinahe geglückten Aufholjagd der Gäste stand jedoch nicht etwa ein SGE-Star, sondern eine Einladung zur Torerzielung durch eine unglückliche Co-Produktion zwischen Joshua Kimmich und Min-jae Kim. Sportvorstand Max Eberl äußerte sich zu der kuriosen Szene seiner beiden Bayern-Stars, die in der 86. Minute noch einmal für angespannte Gemüter und unnötige Unruhe sorgte.
Kimmich-Querpass auf Kim endet in Eintracht-Treffer
Die Szene schien in der Nähe der Münchner Eckfahne fast schon geklärt, als Joshua Kimmich plötzlich einen vermeintlich unnötigen Querpass durch den eigenen Sechszehner in den Fünfmeterraum spielte und damit versuchte, seinen Mitspieler und Innenverteidiger Min-jae Kim zu erreichen. Dieser wartete jedoch sich in Sicherheit wiegend relativ entspannt auf den hereingespielten Ball oder war aufgrund dieses riskanten Zuspiels seines Mitspielers überrumpelt. Jedenfalls war es am Ende der eingewechselte Arnaud Kalimuendo, der den zweiten Frankfurter Treffer erzielte und der Partie kurz vor Ende noch einmal Würze verlieh.
"Mit dem Tor hat Min-jae nichts zu tun [...] Ich weiß, man will viel spielerisch lösen, aber das ist dann ein Stück weit zu viel. "
- Max Eberl kritisiert Kimmich
kimmich & kim ?? 😂
— S A Q E R (@ss_rq15) February 21, 2026
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FC Bayern-Sportvorstand Max Eberl nahm den Südkoreaner nach Abpfiff in Schutz: "Er hat ein sehr, sehr ordentliches Spiel gemacht", lobte Eberl zunächst und stellte sich dann mit Bezug auf diese durchaus missglückte Szene der Münchner Spieler Kimmich und Kim vor den Innenverteidiger. Eberl deutlich: "Mit dem Tor hat Min-jae nichts zu tun. Man kann sagen, er kann einen Schritt nach vorne machen. Aber das ist natürlich Harakiri, was wir da gespielt haben.“ In diesem Zug jedoch dann eine klare Kritik an Passgeber Joshua Kimmich. Eberl machte deutlich, dass er sich von Kimmich in dieser Szene einen Pass nach vorne statt quer durch den eigenen Strafraum gewünscht hätte.
Eberl-Kritik: Kimmich verteidigt Querpass
Der Münchner Sportvorstand war offenbar sichtlich gefrustet aufgrund dieser Einladung zum Gegentor. "Das hätten wir uns sparen können. Ich weiß, man will viel spielerisch lösen, aber das ist dann ein Stück weit zu viel. Dann heißt es irgendwann, wenn die Gefahr zu groß wird: auch mal löschen. Dann musst du dich gar nicht in die Not bringen.“ Worte die demnach mit Nachdruck in die Richtung von Joshua Kimmich gingen.
Joshua Kimmich selbst verteidigte seinen Querpass zu Kim nach der Partie gegen Eintracht Frankfurt allerdings ebenfalls recht deutlich. "Wir haben hinten rumgespielt und versucht, hinten rauszuspielen und eine spielerische Lösung zu finden. In dem Fall hat das nicht ganz so gut geklappt. Auf der anderen Seite ist es unsere Spielweise, dass wir spielen wollen, dass wir auch, wenn wir Druck haben, versuchen, die spielerische Lösung zu finden“, so der stellvertretende Kapitän des Rekordmeisters. Diese Szene dürfte wohl intern noch für angespannten Austausch gesorgt haben.
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