Thomas Müller erlebt bei den Vancouver Whitecaps eine gute Zeit und scheint rundum zufrieden damit zu sein. Doch wird beim MLS-Finalisten der letzten Saison bald alles anders? Die Vancouver Whitscaps stehen zum Verkauf und offenbar ist sogar der Umzug in eine andere Stadt oder in die USA nicht ausgeschlossen.
Gesucht wird zunächst ein Investor im Raum von Vancouver, jedoch muss dieser eben erstmal gefunden werden. Schon jetzt gibt es eine andere heiße Spur. Dabei handelt es sich laut eines Berichts von The Athletic um Las Vegas.
Zuletzt trat ein Sonderausschuss der MLS-Eigentümer zusammen, um die Zukunft der Whitecaps zu besprechen, wobei auch ein Standortwechsel diskutiert wurde. Genau hier soll sich Las Vegas als zentrale Option herauskristallisiert haben. Abgesehen von der Glücksspiel-Metropole gilt auch Phoenix, Hauptstadt des Bundesstaats Arizona, als mögliches Umzugsziel.
Müller beschäftigt sich mit dem Hier und Jetzt
Doch was denkt eigentlich Thomas Müller über die möglichen Umzugsszenarien? Ein Leben in Las Vegas steht schließlich so ziemlich im Gegensatz zum jetzigen Dasein in Vancouver. Ob sich Müller wohl zwischen leuchtenden Casinos genauso wohlfühlt wie im eher ländlich und von Bergen und Wäldern geprägten Raum von Vancouver? Laut Informationen der Bild weiß Müller zwar über die Entwicklungen Bescheid, fokussiert sich jedoch auf den Status quo.
So freut er sich darüber, dass er mit dem Verein auf Platz zwei liegt und auch persönlich regelmäßig scort. Es ist auch völlig unklar, ob ein Umzug Müller überhaupt betreffen würde. Der Raumdeuter hat nur noch bis zum Jahresende Vertrag und möchte sich erst nach der WM Gedanken über seine Zukunft machen. Natürlich könnte die ungewisse Situation dann aber auch Müller ins Grübeln bringen.
Stadionfrage im Zentrum der Zukunftsplanungen
Ob es wirklich zu einem Umzug kommt, könnte auch mit der Spielstätte der Caps zusammenhängen. Der Mietvertrag für das BC Place Stadium läuft zum Jahresende aus. Eigentlich möchte der Klub ein neues Stadion in Vancouver, jedoch gibt es diesbezüglich noch keine wirklichen Fortschritte. Wie die Bild berichtete, soll die MLS möglichen Käufern klargemacht haben, dass es für den Standort Vancouver keine Zukunft ohne Stadion-Lösung geben kann. In Las Vegas wird es solche Probleme wohl nicht geben. Die Stadt plant ein zehn Milliarden Dollar teures Sportviertel mit NBA-Halle und einem Fußballstadion.
Wie besorgniserregend die Situation ist, wurde auch in der Mitteilung der Whitecaps in der Nacht zum Dienstag deutlich. "In den vergangenen 16 Monaten haben wir ernsthafte Gespräche mit mehr als 100 Interessenten geführt, doch bis heute hat sich kein tragfähiges Angebot ergeben, das den Verbleib des Vereins am Standort sichern würde", schrieb der Klub, der aber weiterhin eine klare Präferenz hat. "Es bleibt das nachdrückliche Bestreben der aktuellen Eigentümergruppe, eine Lösung innerhalb von Vancouver zu finden."
Fans laufen Sturm gegen mögliche Umzugspläne
Die Fans stehen einem möglich Standpunktwechsel im Übrigen negativ gegenüber. Zuletzt organisierten Anhänger unter dem Motto "Save the Caps" einen Protestmarsch zum Stadion und verdeutlichten ihre Meinung. Das ist natürlich mehr als verständlich. So wären sicher auch die wenigsten Bayern-Fans begeistert, wenn ihr Verein plötzlich Paris oder Berlin als Standort hätte.
Im US-amerikanischen Profi-Sport sind derartige Umzüge aber keine Ausnahme. Im Übrigen droht nicht nur dem Müller-Team ein Umzug nach Las Vegas, sondern auch den San José Earthquakes um Timo Werner. Der Klub steht ebenfalls zum Verkauf und könnte in Las Vergas heimisch werden, da die Stadt für potenzielle Käufer als besonders interessant gilt.
Transfer-News lesen:
