Die Saison 2026/27 der 2. Bundesliga ist nun sechs Spieltage alt und von der Tabellenspitze grüßt während der Länderspielpause für die nächsten paar Wochen der Hauptstadtklub Hertha BSC.
Die Berliner gewannen bisher alle ihre sechs Spiele zum Auftakt und machten den bockstarken Saisonstart mit einem knappen 2:1-Auswärtssieg bei Dynamo Dresden perfekt. Mit 17 erzielten Treffern stellen die Herthaner zudem die bislang treffsicherste Offensive der 2. Bundesliga.
Einen solchen Saisonstart hätten vor Beginn der neuen Spielzeit sicherlich die meisten vor allem dem Absteiger und großen Aufstiegsfavoriten VfL Wolfsburg zugetraut. Doch die Niedersachsen belegen mit erst elf Zählern derzeit nur den vierten Rang der 2. Bundesliga und haben bereits sieben Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze.
Zwischen der Hertha und den Wölfen stehen zudem der Tabellenzweite 1. FC Nürnberg mit Cheftrainer Miroslav Klose und 16 Punkten sowie der derzeitige Dritte 1. FC Heidenheim mit 13 Zählern.

Mit noch 28 Spieltagen haben die deutschen Zweitligisten noch jede Menge Holz zu bohren und noch kann keine eindeutige Tendenz in Stein gemeißelt werden, wer bis zum Ende tatsächlich oben mitspielen oder gegen den Abstieg kämpfen wird.
So tippt die KI die 2. Bundesliga-Tabelle 26/27
Dennoch lohnt sich natürlich immer auch ein kleiner Ausblick in die Zukunft mit Hilfe der KI. Wir haben deshalb den Algorithmus von Google Gemini gebeten, uns eine prognostizierte Endplatzierung basierend auf den bisherigen Erkenntnissen und Ereignissen in der 2. Bundesliga vorherzusagen. Der Algorithmus berechnet dabei die Wahrscheinlichkeiten für jeden verbleibenden Spieltag (Spieltage 7 bis 34) über eine Monte-Carlo-Simulation (10.000 Durchläufe).
Darin fließen unter anderem Kernkomponenten aus Restspielplan, verschiedenen Offensiv- und Defensivrankings (z.B. xGoals-Werte und Vorhersagen) sowie eventuellen Heimvorteilen und Formkurven ein.
Die Simulation von zehntausend Fällen ergab dabei durchaus interessante Ergebnisse.
KI-Prognose zur 2. Bundesliga-Tabelle 26/27
Interessanterweise hat sich für den großen Topfavoriten seit der letzten Prognose nach dem 5. Spieltag eine Menge geändert.
Während der VfL Wolfsburg hier noch unangefochtener Tabellenführer für die Endtabelle der 2. Bundesliga war, fielen die Niedersachsen bei der KI nach dem 6. Spieltag nicht nur aus den Aufstiegsrängen, sondern mit dem prognostizierten Tabellenplatz neun sogar bis ins graue Mittelmaß der zweiten Liga. Und das, obwohl das Team von Cheftrainer Tobias Strobl am Wochenende sogar recht deutlich mit 5:1 gegen den SV Darmstadt gewann.
Laut Google Gemini ist nun Hertha BSC der Topfavorit, dicht gefolgt vom 1. FC Nürnberg und dem 1. FC Kaiserslautern.

Während sich die Franken und die Roten Teufel im Vergleich zur Vorwoche in die Aufstiegsränge schlichen, fiel der 1. FC Heidenheim in der KI-Prognose aus eben diesen heraus.
Von der KI weiterhin hoch eingeschätzt wird auch Hannover 96, die in der realen Tabelle nach sechs Spieltagen dank eines Sieges über den VfL Bochum am Sonntag mittlerweile auf den zehnten Tabellenplatz kletterten. In der Prognose für die Endtabelle der 2. Bundesliga liegen die 96er sogar auf Platz vier.
Ob die Niedersachsen mit ihrem neuen Trainer Sandro Wagner diese Vorhersage in den kommenden Monaten in die Realität umsetzen können, ist wohl eine der spannendsten Fragen der zweiten Liga.

Auch mit Blick auf die Abstiegsängste in der 2. Bundesliga gab es einige Änderungen. Nach dem 6. Spieltag sieht die finale Tabelle in der KI-Prognose wie folgt aus: Dynamo Dresden steht statt dem VfL Osnabrück auf einem direkten Abstiegsplatz und den letzten Tabellenplatz hat im Vergleich zur Vorwoche Eintracht Braunschweig verteidigt. Ein eher unrühmlicher Titel dieser KI-Prognose. Auf dem Relegationsplatz 16 steht nun Holstein Kiel anstelle von Arminia Bielefeld.
Platz | Verein | |
|---|---|---|
1.) | Hertha BSC | 64 |
2.) | 1. FC Nürnberg | 61 |
3.) | 1. FC Kaiserslautern | 58 |
4.) | Hannover 96 | 56 |
5.) | VfL Bochum | 55 |
6.) | 1. FC Heidenheim | 53 |
7.) | FC St. Pauli | 51 |
8.) | 1. FC Magdeburg | 49 |
9.) | VfL Wolfsburg | 48 |
10.) | Arminia Bielefeld | 46 |
11.) | Energie Cottbus | 44 |
12.) | Karlsruher SC | 42 |
13.) | SpVgg Greuther Fürth | 40 |
14.) | VfL Osnabrück | 38 |
15.) | SV Darmstadt 98 | 36 |
16.) | SV Holstein Kiel | 34 |
17.) | Dynamo Dresden | 31 |
18.) | Eintracht Braunschweig | 28 |
KI-Prognose zum Aufstieg
Die Aufstiegschancen wurden innerhalb eines Spieltags in der KI-Prognose gewaltig durcheinandergewirbelt und ergeben im Vergleich zur Vorwoche ein ganz neues Bild.
Während der VfL Wolfsburg nach dem 5. Spieltag laut KI noch eine Chance von 36,3 Prozent hatte, ist diese nach dem 6. Spieltag auf magere acht Prozent zusammengeschmolzen. Dagegen ist die Aufstiegschance von Hertha BSC von 15 auf 68 Prozent in die Höhe geschnellt. Laut Google Gemini haben die Berliner dank starker Offensivwerte und ihrer Kaderdichte die stabilste Siegwahrscheinlichkeit über 34 Spieltage.

Auf den Plätzen dahinter liegen der 1. FC Nürnberg mit einer 54-prozentigen Chance auf den direkten Aufstieg und der 1. FC Kaiserslautern mit einer 38-prozentigen Chance auf den Relegationsplatz.
Team | Aufstiegswahrscheinlichkeit |
|---|---|
Hertha BSC | 68 % |
1. FC Nürnberg | 54 % |
1. FC Kaiserslautern | 38 % |
Hannover 96 | 28 % |
VfL Bochum | 24 % |
1. FC Heidenheim | 18 % |
FC St. Pauli | 14 % |
1. FC Magdeburg | 9 % |
VfL Wolfsburg | 8 % |
Natürlich macht auch die künstliche Intelligenz mal Fehler oder zumindest nicht alles richtig und wie die Tabelle der 2. Bundesliga am Ende tatsächlich aussieht, hängt ja glücklicherweise noch immer hauptsächlich von menschlichen Faktoren ab. Eine nette Spielerei ist diese Prognose aber allemal.
Weitere News zur 2. Bundesliga lesen:
