Kehl über Winter-Neuzugänge beim BVB

Beim BVB ist in diesem Jahr ein ruhiger Transfer-Winter zu erwarten. Während es den ein oder anderen Abgang gibt, sind Neuzugänge ziemlich unwahrscheinlich.
Sebastian Kehl spricht über das Winter-Transferfenster
Sebastian Kehl spricht über das Winter-Transferfenster / DeFodi Images/GettyImages
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Das aktuelle Winter-Transferfenster wird bei Borussia Dortmund voraussichtlich sehr ruhig verlaufen - zumindest auf der Seite der Neuzugänge. Schließlich gibt es mit Pascal Groß und Cole Campbell bereits zwei Abgänge, während sich auch ein Wechsel von Julien Duranville anbahnen könnte (90min berichtete).

Wird der BVB auf diese Abgänge reagieren? Wohl eher nicht, wenn man die Worte von Sebastian Kehl hört. "Wir haben in den letzten Jahren häufig im Winter zugegriffen, weil wir auf der einen Seite sportlich nicht die Erwartungen erfüllt haben und auf der anderen Seite mit Verletzungen zu kämpfen hatten. Das ist in diesem Jahr anders", erklärte er gegenüber den Ruhrnachrichten.

Zwar sei man "nicht zu 100 Prozent zufrieden", allerdings sei in der bisherigen Saison "ein Riesenschritt" gemacht worden, der sich im zurzeit zweiten Tabellenplatz zeigt. Die Mannschaft habe "ganz viele gute Ergebnisse" erzielen können, mitsamt "vielen Statistiken, die für uns sprechen".

So mache sich Schwarz-Gelb einerseits ein paar Gedanken, wie das Team womöglich noch verstärkt werden könnte. Andererseits müsse ein solcher Transfer "auch Sinn ergeben, finanzierbar sein, in die Struktur passen". Kehl deutlich: "Es bringt nichts, Spieler dazuzuholen, die am Ende keine Rolle spielen und wirtschaftlich keinen Sinn ergeben."

Im Klartext: Dortmund wird in diesem Winter nur dann einen Neuzugang verpflichten, wenn wirklich alle Kriterien passen. Ein solches Szenario ist im Januar nur schwer zu erreichen und entsprechend unwahrscheinlich. Zuletzt wurde Oscar Bobb von Manchester City als ein möglicher Kandidat für eine Leihe genannt.

Kehl erneuert sein Transfer-Veto zu Silva

Auf Neuverpflichten brauchen die BVB-Fans also eher nicht zu hoffen. Stattdessen wird es in nächster Zeit vermehrt darum gehen, ob und welche Spieler noch gehen könnten. Zur potenziellen Duranville-Leihe äußerte sich Kehl recht vielsagend: "Dass er mehr Spielzeit bekommt, wäre auf jeden Fall sinnvoll."

Deutlich weniger offen zeigte er sich - erneut - bei einer etwaigen Winter-Flucht von Fábio Silva. "Wir haben definitiv nicht den Plan, ihn abzugeben. Fábio hatte ein bisschen Anlaufschwierigkeiten, aber am Ende auch gezeigt, dass er ein großes Potenzial besitzt", wehrte sich der Sportdirektor ein weiteres Mal gegen einen Abgang des Stürmers. Zuletzt wurde berichtet, dass noch ein klärendes Gespräch bezüglich der Zukunft von Silva aussteht (90min berichtete). Kehl wird den BVB-Standpunkt entsprechend deutlich machen.


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