Kaum ein Faktor: BVB rätselt über Chukwuemeka
Von Dominik Hager

Selbst wenn der BVB in der Bundesliga von Sieg zu Sieg eilt, läuft es längst nicht bei jedem Borussen so richtig nach Plan. Ein Paradebeispiel dafür ist der Engländer Carney Chukwuemeka. Der 20-Millionen-Euro-Einkauf hat derzeit mehr oder weniger einen Stammplatz auf der Bank und kommt meist nur zu Joker-Einsätzen. Noch immer wartet man in Dortmund auf den ganz großen Durchbruch des Mittelfeld-Youngsters.
Laut Informationen der Ruhr Nachrichten wachsen jedoch die Zweifel am Fitnesszustand des Neuzugangs vom FC Chelsea. Chukwuemeka kam schon im letzten Winter als Leihspieler mit Fitness-Defiziten nach Dortmund und irgendwie scheint er diese nie so ganz behoben zu haben. Eigentlich hat der 22-Jährige mit seinen körperlichen und technischen Grundvoraussetzungen alle Mittel in der Hand, um in Dortmund ein Unterschiedsspieler sein zu können.
Natürlich muss man sich die Frage aber stellen, ob Chukwuemeka wirklich 100 Prozent dafür aufbringt, um seine konditionellen Defizite aufzuholen und seine immer wieder auftretenden muskulären Beschwerden in den Griff zu bekommen.
Chukwuemeka nur die Nummer vier im Mittelfeld
Der BVB erwartet selbstverständlich mehr von einem Spieler, der 20 Millionen Euro gekostet hat. Im Mittelfeld hat insbesondere Felix Nmecha aktuell klar die Nase vor Chukwuemeka. Zuletzt ist auch Jobe Bellingham an ihm vorbeigezogen. Zudem wäre da ja auch noch Marcel Sabitzer, der zwar zuletzt aufgrund von Wadenproblemen fehlte, in der Hierarchie aber eigentlich auch vor Chukwuemeka liegt.
Der Youngster wurde von Trainer Niko Kovac in dieser Saison aber ohnehin offensiver eingesetzt. Auf den beiden Positionen hinter dem Mittelstürmer hat die Konkurrenz um Julian Brandt, Maxi Beier, Karim Adeyemi und auch Fabio Silva ebenfalls die Nase vorn.
Noch wäre es dennoch zu früh, Chukwuemeka als Flop abzustempeln. Die Gefahr wird aber immer größer, dass man es eines Tages doch machen muss. Der junge Engländer scheint auch seine Rolle im Team noch nicht so richtig gefunden zu haben.
In der laufenden Saison kommt er unter dem Strich auf 872 Spielminuten in insgesamt 26 Pflichtspielen. Dies zeigt, dass er zwar eine höhere Verfügbarkeit als im Vorjahr aufweist, meist aber nur eine Teilzeitkraft ist. Seine Scorer-Bilanz ist mit drei Toren und einer Vorlage eher mittelmäßig.
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