"Kane light" für die Bayern? Überraschendes Asllani-Urteil aus München - Bericht

Fisnik Asllani ist heiß begehrt. Der Stürmer-Shootingstar kann Hoffenheim im Sommer per günstiger Ausstiegsklausel verlassen. Warum sein Weg vorerst wohl nicht nach München führt.
Wohl nächste Saison keine Teamkollegen: Fisnik Asllani (l.) und Joshua Kimmich
Wohl nächste Saison keine Teamkollegen: Fisnik Asllani (l.) und Joshua Kimmich / ALEXANDRA BEIER/GettyImages
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Fisnik Asllani gehört zu den Shootingstars der laufenden Bundesliga-Saison. Der Stern des in Berlin geborenen Nationalspielers des Kosovo ging aber schon eine Runde zuvor in der 2. Liga auf. Die TSG Hoffenheim hatte den Angreifer an die SV Elversberg verliehen. Im Saarland empfahl sich Asllani mit 19 Toren und zehn Vorlagen für höhere Aufgaben.

Die Hoffenheimer hatten den 23-Jährigen einst ablösefrei aus der Jugend von Union Berlin geschnappt. Über die Leih-Umwege Austria Wien und Elversberg fand Asllani schließlich auch im Kraichgau seinen Platz. Sieben Tore und sieben Assists in 22 Pflichtspielen 25/26 sprechen eine deutliche Sprache.

Asllanis Qualitäten erinnern an Kane

Dabei kann man die Qualitäten des 1,91 Meter großen Stürmers nicht allein an den reinen Zahlen messen. Asllani ist extrem spielintelligent und verfügt über eine feine Technik, mit dem er gut ins Spiel eingebunden werden kann. Man könnte fast sogar sagen: Eine Light-Version von Harry Kane bei den Bayern.

Großes Interesse auch dank Schnäppchen-Klausel

Wenig verwunderlich, dass den Münchnern bereits Interesse nachgesagt wurde. So wie zahlreichen anderen Topklubs in ganz Europa auch. Selbst Barça soll Asllani als möglichen Lewandowski-Nachfolger auf dem Zettel haben.

Grund dafür ist auch sein Vertrag bei der TSG. Zwar gab es nach der Leih-Rückkehr aus Elversberg ein neues Arbeitspapier, das jetzt langfristig bis 2029 gültig ist. Sky berichtete aber schon vor Monaten, dass es eine Ausstiegsklausel enthält, die ab kommenden Sommer gezogen werden kann. Je nach Ziel (Klub und Liga) könne Asllani für 25 bis 29 Millionen Euro wechseln. Ein Schnäppchen, wenn man Alter, Postion und Marktwertentwicklung bedenkt. Als Asllani die TSG in die 2. Liga verließ, wurde der Marktwert noch auf 1,2 Millionen Euro geschätzt. Mittlerweile sind es 30 Millionen Euro.

Warum Asllani beim FC Bayern "kein größeres Thema" mehr ist

Angesicht der Marktmöglichkeit verwundert also kaum, dass auch die Topklubs aus der Bundesliga ein Auge auf einen Asllani-Deal geworfen haben. In München könnte Asllani zunächst von Kane lernen, einen wichtigen Backup geben und später vom Stürmer-Superstar übernehmen.

Laut kicker sehen das die Bayern-Bosse aber offenbar anders. Demnach sei man nach einem "ausgiebigen Scouting" zum Ergebnis gekommen, keinen Transferversuch beim 23-Jährigen zu wagen. Asllani sei an der Säbener Straße "kein größeres Thema" mehr.

Das Fachmagazin berichtet weiter, dass die Scouting-Abteilung zwar zur Einschätzung kam, Asllani verfüge über eine gute Technik und einen guten Torinstinkt, insbesondere im Strafraum. Er sei aber zu langsam, um als FCB-Ziel infrage zu kommen.

In Sachen Topspeed steht Asllani in der laufenden Bundesliga-Saison mit gemessenen 31,76 km/h ligaweit nur auf Platz 336. Zum Vergleich: Selbst TSG-Altmeister Andrej Kramaric wurde mit 31,97 km/h schon schneller "geblitzt". Harry Kane liegt übrigens bei 32,24 km/h auf Rang 280.

Hat der BVB bei Asllani jetzt gute Karten?

Die Bayern sollen nach der Vertragsverlängerung mit Serge Gnabry vorerst keinen Bedarf für einen weiteren Stürmer sehen. Die Konkurrenz dürfte es freuen. In Dortmund zum Beispiel ist die Zukunft von Serhou Guirassy nicht ganz klar, weil auch der Dortmunder Torjäger per Ausstiegsklausel wechseln könnte. Fabio Silva hat derweil noch nicht so eingeschlagen wie erhofft.

Wie der BVB einen möglichen Asllani-Transfer sieht, ist aktuell aber nicht ganz klar und dürfte sich auch erst in den kommenden Wochen und Monaten abzeichnen. Dann werden ziemlich sicher auch andere namhafte Klubs aus ganz Europa die Fühler ausstrecken - vorausgesetzt, Asllani ist ihnen nicht zu langsam...


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