Irreguläres Tor oder korrekte Entscheidung? Köln-Trainer Kwasniok kritisiert Schiri

Der 1. FC Köln holte am Samstag ein respektables Unentschieden gegen Hoffenheim, ärgerte sich nach Abpfiff aber speziell über eine Szene vor dem zweiten Gegentor.
Lukas Kwasniok hätte gegen Hoffenheim gerne einen Dreier eingefahren
Lukas Kwasniok hätte gegen Hoffenheim gerne einen Dreier eingefahren / INA FASSBENDER/GettyImages
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Das Positive vorneweg: Der 1. FC Köln hat mal wieder gegen ein Team aus den Top Sechs der Bundesliga gepunktet. Nach vielen knappen Niederlagen, zuletzt gegen die Bayern (1:3), Leipzig (1:2) oder Stuttgart (1:3), haben die Geißböcke der TSG Hoffenheim am Samstag ein 2:2 abgetrotzt. Es hätte jedoch auch ein Sieg für den Aufsteiger werden können.

Spielentscheidend war womöglich ein falscher Einwurf, der zum zwischenzeitlichen 2:1 für die Kraichgauer führte – und nach Abpfiff für Diskussionen sorgte: TSG-Linksverteidiger Albian Hajdari warf den Ball auf Höhe der Mittellinie schnell auf Bazoumana Touré ein, was kurze Zeit später zu einem Kopfballtor von Andrej Kramaric führte.

"Dann ist das einfach ein Regelverstoß und dann gilt es, das zu unterbinden."

Köln-Trainer Lukas Kwasniok

"Es ist ganz einfach: Du musst mit beiden Beinen am Boden stehen", ärgerte sich Effzeh-Trainer Lukas Kwasniok nach Abpfiff gegenüber dem ZDF. "Das war nicht der Fall, er (Hajdari) ist gelaufen. Dann ist das einfach ein Regelverstoß und dann gilt es, das zu unterbinden."

Verwirrung um Einwurf-Regel: Schiri Schröder klärt auf

Doch was sagt das Regelwerk? "Die Ausführung ist zwar in einer Bewegung, also ein bisschen dynamisch. Das ist aber erst einmal kein Problem, sondern eine reguläre Ausführung", klärte Schiedsrichter Robert Schröder auf. "Beide Füße müssen den Boden berühren. Das ist aus meiner Sicht der Fall gewesen."

Die Entscheidung von Schröder, das Tor trotz der Proteste der Gastgeber zu geben, war demnach wohl korrekt. Dennoch war es nicht nur auf den ersten Blick eine etwas kuriose Szene, denn solch eine Ausführung eines Einwurfs ist in der Bundesliga alles andere als alltäglich. Hier erwies sie sich aber als probates Mittel, das Hoffenheim schlussendlich zumindest einen Punkt gegen den starken Aufsteiger rettete.


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