Ex-Köln-Eigengewächs Yann Bisseck darf sich am Ende dieser Saison über den Double-Gewinn in Italien freuen. Der 25-jährige Innenverteidiger gewann mit Inter Mailand den Scudetto und die Coppa Italia. Im Dress der Nerazzurri, in dem er seit 2023 spielt, kam Bisseck 25/26 einen Spieltag vor Ende der Serie-A-Saison zu 35 Pflichtspiel-Einsätzen.
Besonders seit Mitte Dezember ist Bisseck in der Dreierkette von Inter-Coach Cristian Chivu gesetzt und überzeugt mit konstant guten Leistungen. Umso größer dürfte beim Verteidiger der Frust sein, nicht für die WM nominiert worden zu sein. Unter Julian Nagelsmann kam Bisseck bisher nur zu einem (und seinem einzigen) Länderspiel – im März 2025 als Joker im Viertelfinal-Rückspiel der Nations League gegen Italien.
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Inter braucht Einnahmen: Wird Bisseck "geopfert"?
Nach der anstehenden Weltmeisterschaft könnte Bisseck aber wieder ein heißeres Thema im DFB-Team werden. Womöglich wird der 1,96 Meter große Abwehr-Hüne das auch auf dem sommerlichen Transfermarkt.
Schon im Februar kamen Gerüchte um das Interesse des FC Bayern auf. Die Gazzetta dello Sport und Fabrizio Romano legen jetzt nach. Demnach könnte Bisseck für rund 40 Millionen Euro Ablöse (entspricht seinem geschätzten Marktwert) von Inter die Wechselfreigabe erhalten. Der FC Bayern zähle zu den Kandidaten auf eine Verpflichtung.
Bisseck hatte bei Inter zwar erst Mitte November bis 2029 verlängert. Der neue italienische Meister erhofft sich durch einen Verkauf des Verteidigers aber offenbar wichtige Einnahmen und soll seinerseits bereits neues Personal im Blick haben. Um dieses zu finanzieren, könnte ein lukrativer Bisseck-Verkauf gerade rechtkommen. Zumal ein Verkauf von Alessandro Bastoni zu Barça in weite Ferne gerückt sein soll. Für den Abwehr-Star hatte sich Inter rund 70 Millionen Euro erhofft.
Macht ein Bisseck-Transfer für die Bayern Sinn?
In München wiederum werden dieser Tage zahlreiche Abwehrspieler gehandelt. Zuletzt wurde den Bayern Interesse an John Stones nachgesagt, der Manchester City im Sommer ablösefrei verlässt. Sportvorstand Max Eberl dementierte das jedoch.
Ob auch das Bisseck-Gerücht eine Ente ist, bleibt abzuwarten. Sinn macht ein Transfer für die Münchner ohnehin nur, wenn ein Verteidiger aus dem aktuellen Kader geht. Wie immer wird für diesen Fall als Erstes Min-jae Kim genannt. Der Südkoreaner ist nur Innenverteidiger Nummer drei, gehört aber zu den Besserverdienern im Kader. Kim selbst scheint seine Rolle allerdings in Ordnung zu finden.
Dennoch wird er immer wieder mit anderen Klubs in Verbindung gebracht. Aus der Türkei heißt es aktuell, dass Ex-Klub Fenerbahce an einer Rückhol-Aktion interessiert sei und die Bayern Kim schon für 25 Millionen Euro verkaufen würden. 2023 hatte der FCB noch 50 Millionen Euro gezahlt.
Doch selbst bei einem Kim-Verkauf erscheint es fraglich, dass die Bayern für einen Abwehr-Backup so tief in die Tasche greifen würden. Sportvorstand Max Eberl fokussiert sich derzeit ohnehin auf andere Kader-Baustellen. Allen voran der Suche nach einem neuen Offensiv-Star.
