Fußball-Deutschland hofft nach dem blamablen Aus bei der WM 2026 auf einen Neuanfang. Diesen wird es auch geben, zumal Julian Nagelsmann seinen unvermeidlichen Rücktritt als Bundestrainer bekanntgegeben hat. Als Nachfolger steht wohl Jürgen Klopp in den Startlöchern. Der 59-Jährige zeigte sich bei MagentaTV bereits startklar. "Ich bin mittlerweile mehr als aufgetankt. Also ich bin bereit", machte er deutlich.
Klopp hatte seine Trainer-Laufbahn im Sommer 2024 nach kräftezehrenden Engagements in Dortmund und Liverpool fürs Erste unterbrochen und trat eine neue Stelle als Global Sports Director bei Red Bull an.
Klopp hängt an Red-Bull-Job: DFB-Amt jedoch "sehr reizvoll"
Obwohl Klopp durchaus an seinem Job hängt, bestätigte er bei Servus TV einen Austausch mit dem DFB. "Ja, es haben tatsächlich Gespräche begonnen und ich denke einfach, es macht Sinn, dass ich - die Person über die jetzt sehr viel geredet wurde - auch was dazu sage. Das würde ich gerne tun, weil es keine, ganz einfache Situation ist", führte er aus.
Schließlich habe er mit Red Bull einen Arbeitgeber, für den er "super gerne arbeite" und durch die "enge Zusammenarbeit in knapp zwei Jahren" zwischenmenschliche Beziehungen aufgebaut. "Sowas gibt man nicht einfach auf, oder ich zumindest nicht", stellte er klar.
Und doch scheint der Reiz des Bundestrainer-Postens zu überwiegen. "Auf der anderen Seite steht eine sehr, sehr reizvolle Aufgabe, eine sehr wichtige Aufgabe mit dem Job oder Amt des Nationaltrainers. Da kann ich jetzt nicht anders sagen als: Das interessiert mich schon. Die Gespräche interessieren mich auch, aber natürlich ist die aktuelle Situation so, dass Oliver Mintzlaff (Boss Red Bull) mein erster Ansprechpartner ist", machte er deutlich.
Klopp ist zuversichtlich bezüglich Freigabe
"Red Bull muss der Sache zustimmen und ich glaube, sie werden in Person von Oliver Mintzlaff auch zustimmen."Jürgen Klopp (MagentaTV)
Nun geht es also darum, dass dieser Klopp die Freigabe für den Bundestrainer-Job erteilt. "Red Bull muss der Sache zustimmen und ich glaube, sie werden in Person von Oliver Mintzlaff auch zustimmen. Aber das wäre jetzt ein wenig vorgegriffen", wollte sich der wohl künftige Bundestrainer noch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Eigentlich habe er nicht damit gerechnet, dass eine Job-Chance im DFB-Team "zum jetzigen Zeitpunkt in irgendeiner Form passieren könnte".
Mit einer ganz schnellen Entscheidung rechnet Klopp nicht, jedoch deutet alles darauf hin, dass er früher oder später den Vertrag beim DFB unterschreiben wird. "Es ist nicht alles Blödsinn, was da draußen geschrieben wird, aber es steckt auch noch alles in den Kinderschuhen. Es wird schon noch einen Moment dauern", erklärte er mit dem Verweis, dass noch "wichtige Gespräche geführt werden", da auch die Position des Nationaltrainers "die Probleme des deutschen Fußballs nicht verändern oder lösen wird".
Keine Ausstiegsklausel im Klopp-Vertrag
Klopp ist eigentlich noch bis Ende 2029 an Red Bull gebunden und hat laut Informationen der Bild keine Ausstiegsklausel. Demnach werde Mintzlaff dem Bericht zufolge wohl eine Ablöse im einstelligen Millionenbereich fordern. Noch nie hat der DFB eine Ablöse für einen Bundestrainer gezahlt. Man darf sich aber relativ sicher sein, dass es nun zu diesem Novum kommt.
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