Seit dem 1. Juli letzten Jahres steht Leroy Sané beim türkischen Spitzenklub Galatasaray Istanbul unter Vertrag, nachdem er sich mit dem FC Bayern München nicht auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit einigen konnte. Seit seinem ablösefreien Wechsel aus der Bundesliga in die türkische Süper Lig kann der deutsche Nationalspieler durchaus eine ordentliche Bilanz vorweisen. In bisher 34 Pflichtspielen für Galatasaray erzielte Sané wettbewerbsübergreifend sechs Tore und bereitete acht weitere vor. Mit seinem neuen Arbeitgeber thront der Ex-Münchner sogar an der Tabellenspitze der Süper Lig.
Am gestrigen Samstag konnte er das prestigeträchtige Istanbuler Stadtderby gegen Besiktas Istanbul erfolgreich mitgestalten. Galatasaray gewann auswärts mit 1:0 und Leroy Sané bereitete den Siegtreffer durch Victor Osimhen in der 39. Minute vor. Für Sané selbst endete die Partie jedoch mit einem eher negativen Knall vorzeitig und für viele dennoch viel zu spät.
Leroy Sané schockiert mit Horrorfouls im Istanbuler Stadtderby
Etwas mehr als eine Stunde war gespielt, als Leroy Sané zu einem seiner tempodribblings ansetzte und den ball an Ridvan Yilmaz vorbeilegte. Dabei traf Sane seinen Gegenspieler unglücklich an der Achillessehne Es folgte der Videobeweis, der das unglückliche, aber dennoch üble Foul des Ex-Bayern-Stars entlarvte und somit eine rote Karte nach sich zog.
Galatasaray brachte den Sieg auch in Unterzahl und ohne Leroy Sané über die Ziellinie. Der Rotsünder äußerte sich nach Spielende auf seinem Instagram-Profil. "Schwer, die letzten 30 Minuten von der Seitenlinie zu verfolgen, aber was für ein Fight der Jungs! Eine unglückliche Rote Karte für mich, aber ein großartiger Derby-Sieg. Danke für den tollen Fan-Support!“
Sané hätte schon viel früher zum Duschen geschickt werden sollen
Allerdings hatte der 72-fache deutsche Nationalspieler im ersten Durchgang enorm großes Glück und hätte schon viel früher vom Platz gestellt werden können - vielleicht sogar müssen. Sané ging mit ausgestrecktem Bein in Richtung des Balles, verpasste diesen allerdings und traf stattdessen Gegenspieler und Inter-Leihgabe Kristjan Asllani schmerzhaft am Sprunggelenk, wodurch dieser umknickte. Der albanische Nationalspieler ging daraufhin natürlich und nachvollziehbar schmerzhaft zu Boden und der Ex-Münchner war hier mit Gelb mehr als gut bedient. Die gegnerische Mannschaft und vor allem die Fans von Besiktas waren natürlich außer sich vor Wut und Unverständnis. Sie hätten Sané am liebsten sofort vom Platz gestellt.
Daha ne olması gerekiyor???#BJKvGS pic.twitter.com/YfvXayFrxg
— Beşiktaş JK (@Besiktas) March 7, 2026
Besiktas Istanbul nutzte die Szene für einen X-Post und schrieb dazu: "Was muss noch passieren?” Trotz des erfolgreichen Spielausgangs für seinen Klub sorgte Leroy Sané am Samstagabend also für mächtig dicke Luft und war vermutlich der am meisten diskutierte Akteur des Istanbuler Stadtderbys. Am Ende auf eher unrühmliche Art und Weise.
