Dem 1. FC Köln ist im Sommer mit der Leihe von Mikey Moore ein echter Coup gelungen. Mit dem 19-Jährigen sicherten sich die Geißböcke eines der größten Ausnahmetalente Englands, was der Spieler bereits andeuten konnte. Doch so richtig durchgestartet ist Moore nach knapp zwei Monaten in der Domstadt noch nicht.
Bei seinem Debüt in Stuttgart, wo der Effzeh klar unterlegen war, konnte Moore nach seiner Einwechslung in der Halbzeit direkt überzeugen. Er bereitete das Eigentor durch Ramon Hendriks beim 1:4 gegen die Schwaben vor und spielte sich damit in die Startelf.
Nach drei Einsätzen von Beginn an entschied sich Trainer René Wagner beim Auswärtsspiel gegen Eintracht Frankfurt (0:1) dann aber für eine Dreierkette, wodurch Moore aus der Startelf fiel. Trotz seiner Einwechslung rund 20 Minuten vor Schluss wirkte der gelernte Rechtsaußen bei den Hessen frustriert.
Moore will sich für die Spurs empfehlen
Moore hat während seiner Leihe in Köln natürlich noch genügend Zeit, um den Durchbruch zu schaffen. Für das Talent selbst geht es dabei vor allem darum, sich mit guten Auftritten für eine größere Rolle bei Tottenham Hotspur zu empfehlen. Eine Kaufoption hat der Effzeh für Moore schließlich nicht, der Spieler will sich künftig bei den Spurs durchsetzen.
"Für Mikey muss es jetzt darum gehen, sich bei uns sportlich weiterzuentwickeln und sich so zu präsentieren, dass er im kommenden Jahr bei Tottenham eine wichtige Rolle spielen kann", sagte Kölns Sportdirektor Thomas Kessler gegenüber Bild.
Einzelgespräch mit Wagner vor Schalke-Spiel
Gelingt Moore die Wende schon beim kommenden Heimspiel gegen Schalke 04? Da der Effzeh nun wieder mehr Spielanteile haben dürfte als zuletzt in Frankfurt, wird Trainer René Wagner am Samstag (15:30 Uhr) vermutlich wieder auf die Viererkette umstellen. Dadurch kann ein weiterer Offensivspieler aufgestellt werden. Es ist mehr als denkbar, dass Moore wieder in die Startelf zurückkehren wird.

Passend dazu führte Wagner unter der Woche ein Einzelgespräch mit dem Youngster. "Er wartet sehnsüchtig auf diesen einen Moment, wenn es da mal knallt. Er kann in der Liga im Eins-gegen-Eins fast jeden Gegenspieler schlagen", sagte der Trainer im Vorfeld der Partie.
Littbarski äußert sich deutlich
Auf den Durchbruch wartet nicht nur Moore selbst, sondern auch das gesamte Kölner Umfeld, das Ende August mit großer Begeisterung auf die Verpflichtung des Engländers reagierte. Dazu zählt auch Effzeh-Legende Pierre Littbarski, der sich zuletzt sehr kritisch über die sportliche Situation des Vereins äußerte.
"Ich hoffe, dass Moore langsam auch noch die Kiste trifft", sagt Littbarski nun über die Offensivhoffnung. "Er hat einen guten Bewegungsablauf, eine gewisse Schnelligkeit und geht Risiko. Ich hoffe nicht, dass er jetzt in dem Einheitsbrei erstickt. Torchancen hat er genug gehabt."
