Für den FC Schalke 04 ist die Rückkehr in die Bundesliga am kommenden Wochenende greifbar nah. Dass die Knappen in dieser Saison um den Aufstieg spielen würden und am 32. Spieltag die große Gelegenheit hätten, vorzeitig ihr Ziel zu erreichen, hätte wohl kaum jemand erwartet – vermutlich nicht einmal die treuen Schalker Fans, nach den zuletzt schwierigen Jahren.
Etwas überspitzt gesagt, wäre ein großer Teil des königsblauen Anhangs vermutlich schon damit zufrieden gewesen, wenn man zu diesem Zeitpunkt der Saison den Klassenerhalt geschafft hätte.
Doch mit der Ankunft neuer, starker Köpfe wie etwa Cheftrainer Miron Muslic hat sich einiges getan. Die Defensive wurde stabilisiert und als Fundament für den Neuaufbau genutzt, die Identifikation gefördert und die Einsatzbereitschaft erhöht. Das sind jedoch nicht die einzigen Gründe für den Erfolg in dieser Spielzeit. Schalke ist auch in einer interessanten Teilstatistik ganz weit oben im deutschen Spitzenfußball.
Schalke hat die Lufthoheit im deutschen Fußball
Ein Blick in die Statistiken der beiden höchsten Spielklassen des Landes, bestehend aus Bundesliga und 2. Bundesliga, zeigt, dass die Königsblauen die kopfballstärkste Mannschaft im deutschen Spitzenfußball sind.

Mit derzeit 870 in der Bundesligastatistik erfassten gewonnenen Kopfballduellen liegt die Mannschaft von Miron Muslic mit weitem Abstand auf Rang eins dieser Liste. Schalke hat derzeit 72 mehr gewonnene Luftduelle als der Zweitplatzierte Arminia Bielefeld. Auch im Vergleich mit der ersten Bundesliga kann kein anderer Klub den Höhenfliegern aus Gelsenkirchen das Wasser reichen.
Aktuell steht Union Berlin mit 787 gewonnenen Kopfballduellen an der Spitze dieser Statistik im deutschen Oberhaus und liegt damit fast 100 Duelle hinter Schalke 04.
Saisonerfolg clever zurechtgelegt?
Das zeugt offenbar auch davon, dass die Schalker vor der Spielzeit 2025/26 richtig analysiert hatten, worauf es ankommen würde: In der 2. Bundesliga muss man vor allem durch defensive Stabilität überzeugen und auch bei hohen und langen Bällen sowie bei Standardsituationen auf der Höhe sein.

Sicherlich geholfen hat dabei auch die Verpflichtung von Abwehrchef Nikola Katic, der im vergangenen Sommer Muslics Wunschspieler war. Der bosnische Innenverteidiger gewann laut der Bundesliga-Datenbank allein 191 Luftduelle und damit Stand jetzt 35 mehr als der zweitbeste Akteur der zweiten Liga, Fabio Gruber vom 1. FC Nürnberg. Und das, obwohl der Nürnberger Kapitän aktuell 200 Einsatzminuten mehr als Katic auf dem Buckel hat.
In der Bundesliga liegen die beiden Unioner Leopold Querfeld und Andrej Ilic mit jeweils 153 gewonnenen Kopfballduellen auf Rang eins, sind individuell betrachtet aber ebenfalls weit hinter dem Schalker Katic.
Dank der Kopfballstärke in Liga eins?
Die Lufthoheit des FC Schalke 04 darf demnach durchaus als wichtiges Steckenpferd des Erfolgs bezeichnet werden. Ob diese Kopfballstärke den Schalkern auch in der Bundesliga zugutekommen kann, wird sich zeigen müssen. Dort werden die Spiele vermutlich weit mehr spielerisch und mit dem Ball am Boden gelöst, doch dass die Knappen auch darauf ihre Lösungen finden werden, ist anzunehmen. Zumindest darf man diese Hoffnung nach der laufenden Saison vollen Mutes mitnehmen.
Weitere Schalke-News lesen:
