Dienstagabend, und in der Fußballwelt ertönt europaweit endlich wieder die Champions League-Hymne. Einem bundesligabekannten Torwartstar dürfte das aber am heutigen Tag durchaus am Allerwertesten vorbeigehen.
Peter Gulacsi, der für RB Leipzig der 362 Mal zwischen den Pfosten der Sachsen stand und Jahr für Jahr zu den besten Keepern der Bundesliga zählte, wechselte im vergangenen Sommer nach elf Jahren weg aus Leipzig und schloss sich einem neuen Abenteuer in Spanien an, wo der ungarische Nationaltorwart bis 2028 bei La Liga-Klub FC Villarreal anheuerte. Für die sollte er eigentlich am heutigen Abend auch im Champions League-Duell mit dem italienischen Klub SSC Neapel zwischen den Pfosten stehen. Doch daraus wird nichts und der Grund ist unfassbar.
Gulacsi wurde Opfer eines bewaffneten Überfalls
Gulacsi, der am ersten Spieltag der Königsklasse noch dreimal hinter sich greifen und die knappe 2:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund hinnehmen musste, fehlt kurzfristig im heutigen Aufgebot des spanischen Erstligisten beim Heimspiel gegen die Italiener – und das nicht etwa aus verletzungs- oder leistungstechnischen Gründen.
Wie der Verein mitteilte, fehlt der Ungar, weil er in den frühen Morgenstunden Opfer eines bewaffneten Überfalls wurde, bei dem die Täter in das Anwesen der Familie eingedrungen und die Familie bedroht haben. Verletzt wurde bei dem Überfall nach Angaben der Behörden zwar niemand, doch an Fußball ist beim ehemaligen Bundesligakeeper heute natürlich nicht zu denken.

Erschreckend ist neben der Tatsache, dass es Gulasch und seine Familie erwischt hat, offenbar auch, dass es in der Region, in der die Familie seit dem Wechsel lebt, bereits mehrfach zu solchen Vorfällen gekommen sein soll.
Ob der 58-malige ungarische Nationalspieler am Wochenende beim Heimspiel gegen den FC Elche wieder im Tor stehen wird, ist derzeit noch unklar. Sicher dürfte aber wohl sein, dass die frühen Morgenstunden bleibende Erinnerungen in die Köpfe der Familie gebrannt haben dürften.
