Der FC Schalke gehört in die Bundesliga. Diesen Satz hat man im Laufe der Saison beinahe so häufig gehört, wie das Amen in der Kirche. Umso schöner ist der Aufstieg für den riesigen Traditionsverein auch, sportlich wie finanziell.
Die Vorteile, die sich im Geldbeutel zeigen werden, liegen auf der Hand: Der S04 wird sowohl im Sponsoring, als auch durch die TV-Gelder mehr Einnahmen zu verzeichnen haben. Dazu wird auch das grundsätzliche Fan-Interesse nochmals steigen, wenngleich die Anhänger von Königsblau natürlich auch in der 2. Bundesliga einen enormen Rückhalt zeigten.
Schalke belegt nur den 17. Platz im Ranking der Bundesligisten
Eine wichtige Frage stellt sich aber noch: Wie sehr profitiert Schalke denn nun wirklich vom Aufstieg, wenn es um die Verteilung der TV-Gelder geht? Immerhin ist das ein Faktor, den der Klub nicht mit eigenen Verhandlungen oder Verträgen beeinflussen kann. Hier gilt nur die nationale Fünfjahreswertung.
In dieser Thematik gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Angefangen wird der schlechten Nachricht: In der Bundesliga gibt es laut WAZ und Sky nur einen einzigen Verein, der in der TV-Tabelle noch unter dem S04 steht – und das ist die SV Elversberg. Alle anderen Erstligisten, auch der durch die erfolgreiche Relegation noch nachgerückte SC Paderborn, stehen über den Gelsenkirchenern. Das bedeutet also den 17. Rang in der TV-Tabelle der Bundesliga.
Die gute Nachricht: Trotzdem geht mit dem Aufstieg ein deutliches finanzielles Plus einher. Laut der WAZ bekam Schalke in der nun abgeschlossenen Aufstiegssaison fast 14 Millionen Euro durch die TV-Gelder. In der nächsten Saison werden das etwas über 30 Millionen Euro sein. Damit hat sich dieser Betrag mehr als verdoppelt.
Plus durch die TV-Gelder beruhigt S04 etwas – anhaltende Kritik an der Verteilung
Es bleibt aus Schalke-Sicht also ein Zwiespalt hinsichtlich der Verteilung der TV-Gelder. Einerseits gibt es nun ein deutliches Plus zu verzeichnen, das auch wichtig für die Verhandlungspositionen im Transfer-Sommer sind. Frank Baumann hatte bereits von einer etwas entspannteren Ausgangslage gesprochen (90min berichtete). Andererseits wird der zu geringe Anteil kritisiert, den der 'Interessen-Faktor' ausmacht.
Er beträgt lediglich drei Prozent des Verteilungsschlüssels: 50 Prozent werden gleichmäßig an alle 36 Erst- und Zweitligisten aufgeteilt. Weitere 43 Prozent machen dann die Leistungen auf Basis der Fünfjahreswertung aus, in der das letzte Jahr fünffach zählt, das davor vierfach und so weiter. Vier Prozent werden über den 'Nachwuchs-Faktor' ausgeschüttet, der sich nach der Ausbildung der U23-Spieler richtet, die den Schritt in den Profibereich schaffen. Und die drei Prozent an Interesse komplettieren diese Rechnung.
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