Die vergangene Woche dürfte für Borussia Dortmund und dessen Führung alles andere als angenehm sein. Noch vor kurzem stand man im Meisterschaftsrennen mit dem FC Bayern München in Schlagdistanz und nahm zudem eine 2:0-Führung aus dem Hinspiel der Champions-League-Playoffs gegen Atalanta Bergamo mit.
Mittlerweile sieht das aber ganz anders aus. In der Liga steht man unter anderem nach der Niederlage im Klassiker wieder bei einem Abstand von elf Punkten auf die Münchner. Und in der Champions League? Dort musste man eine zugleich verheerende als auch demütigende 1:4-Niederlage gegen Bergamo und damit das Aus in Europa hinnehmen.
Wer erklärt die Niederlagen des BVB?
Im Zuge der beiden Niederlagen veröffentlichte die BILD nun einen Bericht, in dem das Auftreten der Dortmunder Führung genau beobachtet wurde. Auffallend dabei: Vor allem Sportdirektor Sebastian Kehl musste sich den Fragen der Reporter stellen. Dortmunds Sport-Geschäftsführer Lars Ricken hingegen soll den kritischen Fragen beide Male klar entgangen sein.
Damit kommt nun zu Recht die Frage auf, ob das der richtige Umgang mit der vermutlich katastrophalsten Phase dieser Saison ist. Zumal auch auf finanzieller Seite bereits mehrfach große Fragezeichen um den BVB aufkamen.
Damit gemeint ist zum einen der Abfall des eigenen Marktwerts über die letzten Jahre. Demnach soll das Team in den letzten fünf Jahren über 150 Millionen Euro an Wert verloren haben. Zum anderen scheint man im direkten Vergleich zum FC Bayern München in einem beängstigenden Tempo an Augenhöhe zu verlieren.
Merkbare Probleme in allen Bereichen
Neben den nun schon oft kritisierten Transferplanungen lassen sich beim BVB auch an anderen Stellen irritierende Zeichen für Führungsprobleme finden. Dem Bericht zufolge soll sich Trainer Niko Kovac wohl noch immer am liebsten mit Hans-Joachim Watzke austauschen. Und das, obwohl sich dieser knapp sechs Monate zuvor aus der sportlichen Verantwortung auf das Präsidentenamt zurückgezogen hatte.
Damit sammeln sich im Umfeld des Vereins immer mehr Fragen, während kaum jemand bereit für Antworten ist. Für einen so großen Klub ist es umso wichtiger, den Weg, die Transferplanung und die Ziele der kommenden Jahre klar mit den Fans zu kommunizieren. Ansonsten wird der Ruf nach einem Führungswechsel schon bald unüberhörbar.
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