Große Chance für Urbig: Sollte der Bayern-Youngster sogar mit zur WM 2026?
Von Dominik Hager

DIe Verletzung von Manuel Neuer geht einher mit der nächsten Bewährungschance für Youngster Jonas Urbig. Der Ex-Kölner wird wohl in den kommenden drei Wochen das Tor der Münchner hüten und unter anderem beim Klassiker in Dortmund sehr wahrscheinlich im Kasten stehen.
Dies bedeutet, dass Urbig weitere Chancen erhält, sich für die zukünftige Nummer-eins-Rolle beim FC Bayern zu bewerben. In den kommenden Wochen dürfte sich schließlich ein wenig mehr herauskristallisieren, ob Urbig in den großen Spielen den Druck standhalten kann.
Urbig könnte auch für die Nationalmannschaft zum Thema werden
Hält der junge Torhüter stark, könnte das aber nicht nur auf seine Zukunft beim FC Bayern Auswirkungen haben, sondern auch auf seine Chancen in der Nationalmannschaft. Abgesehen von Oliver Baumann, der sehr wahrscheinlich als Nummer eins zur WM fährt, sind noch keine Plätze klar vergeben. Urbig hätte also womöglich noch die Chance, an Alexander Nübel, Noah Atubolu und Finn Dahmen vorbeizuziehen. Dass er das nötige Potenzial hat, konnte er mit Ausnahme vereinzelter Fehler klar unterstreichen.
Doch käme eine WM-Nominierung nicht vielleicht ein wenig zu früh? Fakt ist, dass Urbig erst 13 Bundesligaspiele auf dem Konto hat und ziemlich unerfahren ist. Selbst vereinzelte Einsätze in der Champions League und Trainingseinheiten mit Manuel Neuer können das nicht in Gänze auffangen. Hinzu kommt, dass Julian Nagelsmann von den WM-Fahrern eigentlich erwartet, dass sie Stammspieler sind. Urbig ist aber eben nur die Nummer zwei bei den Bayern und wird in wenigen Wochen auch wieder die in den meisten Spielen die Ersatzbank hüten müssen.
Urbig ist die Zukunft im deutschen Tor
Auf der anderen Seite gäbe es aber schon auch Argumente, die für Urbig sprechen. Zwar ist Oliver Baumann die Nummer eins, jedoch kann man fast schon davon ausgehen, dass die WM sein letztes Turnier in einer solchen prominenten Rolle sein wird. Früher oder später wird der Umbruch im deutschen Tor stattfinden - und dann spielt Urbig eine ganz zentrale Rolle in den Planungen. Insbesondere dann, wenn er bei den Bayern zur Nummer eins aufsteigen sollte.
Bei der WM 2026 zumindest schon mal dabei sein zu dürfen, wäre definitiv ein wichtiger Erfahrungsschatz in Bezug auf die Zukunft. Bedenkt man, dass eine Nummer drei bei einem großen Turnier normalerweise eh keine Einsätze erhält, ergibt es durchaus Sinn, hier auf einen jungen Keeper zu setzen. Folgerichtig wäre es plausibel, nach Alexander Nübel als Nummer zwei entweder auf Atubolu oder aber auf Urbig zu setzen.
Atubolu aktuell im Vorteil
Hierbei sei jedoch gesagt, dass der Freiburger die besseren Karten hat. Zwar nicht unbedingt perspektivisch, aber zumindest aktuell. Immerhin ist dieser schon länger Stammkeeper bei den Breisgauern und erfüllt damit das eigentliche Grundkriterium, ausreichend Spielpraxis mitzubringen.
Urbig hat aber durchaus die Möglichkeit, in den kommenden Wochen zu zeigen, was er drauf hat. Sollte er überragend halten, wäre eine Berufung für die Weltmeisterschaft auch nicht unverdient. Immerhin hat er ja auch in München schon gelernt, wie man auch als Ersatztorwart das Team bestmöglich unterstützen kann.
Weitere News zur Nationalmannschaft lesen:
feed