Nach zwei auf unterschiedliche Weisen sehr ernüchternden Niederlagen ist die Stimmung bei Borussia Mönchengladbach äußerst angespannt. Das Verletzungspech sowie weitere Themen, wie etwa die sehr harsche Kritik von Tim Kleindienst, sorgen für zusätzliche Unruhe.
Da scheint das Auswärtsspiel beim SC Freiburg am Samstag (15:30 Uhr) zum möglichst unpassendsten Zeitpunkt zu kommen. Nicht nur, dass der Sport-Club ohnehin eine Art Angstgegner und Nemesis für die Fohlenelf ist. Die Gastgeber grüßen nach zwei Siegen auch vom zurzeit zweiten Tabellenplatz, wirken nach wie vor sehr gefestigt. Kurzum: Es würde zumindest nicht überraschen, würde die Borussia am dritten Spieltag auch die dritte Niederlage hinnehmen müssen.
Das Freiburg-Spiel könnte bei Gladbach eine gewisse Dynamik freisetzen
Schon vor dem Anpfiff liegt ein gewisser Fokus auf Eugen Polanski. Zwar eher seitens der Anhänger und weniger von Rouven Schröder aus, aber der Cheftrainer ist ein Thema. Immerhin war eine Trennung schon zum Ende der vorigen Saison ein denkbares Szenario, gegen das sich der Sportdirektor dann entschieden hatte. Doch nun droht dem Klub vom Niederrhein ein absoluter Fehlstart.
Der Rheinischen Post zufolge ist das Duell in und mit Freiburg soweit kein Endspiel für Polanski. Eine Niederlage würde nicht automatisch das Aus bedeuten. Allerdings, so heißt es weiter, könnten die potenziellen Umstände einer etwaigen Niederlage doch für sehr viel Druck sorgen. So könne schlussendlich doch "mehr in Bewegung kommen, als die Borussen eigentlich vorhaben". Ein frühzeitiger Trainerwechsel könnte also zumindest weiter in den Fokus rücken, der Druck würde sich zweifelsohne spürbar erhöhen.
Dazu verweist die RP auch auf die bevorstehende Länderspielpause. Bis dahin folgt nach dem Spiel in Freiburg noch das Heimspiel gegen Mainz 05, ehe dann eine dreiwöchige Unterbrechung ansteht. Diese Zeit wird für die Borussia äußerst wertvoll: Entweder Polanski kann sich fangen und diesen Break dazu nutzen, die Mannschaft noch zu festigen und an gewissen Stellschrauben zu drehen – oder aber ein potenziell neuer Cheftrainer hätte eine vergleichsweise gute Gelegenheit, in seinen neuen Job zu starten.
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