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Gladbach-Sportchef bringt überraschenden Reitz-Nachfolger ins Spiel

Rouven Schröder schwärmt von Jens Castrop und traut ihm die Reitz-Rolle in der Fohlenelf zu.
Wird Jens Castrop der Reitz-Erbe am Niederrhein?
Wird Jens Castrop der Reitz-Erbe am Niederrhein? | Pau Barrena/GettyImages

Für Borussia Mönchengladbach steht am Samstagnachmittag (15:30 Uhr) ein ganz entscheidendes Heimspiel an. Die Fohlen wollen mit einem Sieg über Schlusslicht Heidenheim die vier Punkte aus den letzten beiden Spielen vor der Länderspielpause veredeln und einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.

Mehr Gewissheit würde auch die Planungen von Sportchef Rouven Schröder für die kommende Saison erleichtern. Dann muss Schröder unter anderem die Kader-Lücke schließen, die mit dem Abschied von Eigengewächs Rocco Reitz aufgeht. Der Verkauf des zentralen Mittelfeldspielers war allerdings finanziell alternativlos, wie Schröder bereits betonte. Rund 20 Millionen Euro kassieren die Fohlen für den 23-Jährigen von RB Leipzig.

Wie angespannt die finanzielle Lage am Niederrhein ist, verdeutlicht ein Bericht der Sport Bild. Demnach könne Schröder nur acht der eingenommenen Reitz-Millionen für seine Kaderplanung verwenden. Der Rest geht in den Abbau der Verbindlichkeiten, Gehälter und andere Kosten (90min berichtete).

Jens Castrop als idealer Reitz-Nachfolger

Schröder muss also den schwierigen Spagat schaffen, finanziell nachhaltig zu wirtschaften und gleichzeitig Kader-Lücken zu schließen. Denn der sportliche Anspruch in Gladbach bleibt auch nach den zuletzt mageren Jahren hoch. Mindestens ein Platz in der oberen Tabellenhälfte soll es eigentlich sein.

Umso besser wäre es für Schröder, wenn er den Reitz-Abschied intern auffangen könnte. Das deutete der 50-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem Duell mit Heidenheim zumindest an. "Man kann davon ausgehen, dass wir auf den Fall vorbereitet sind und das auch schon innerhalb des Kaders", betonte Schröder.

Im Blick hat er dabei Jens Castrop. Der 22-Jährige kam im vergangenen Sommer für 4,5 Millionen Euro vom 1. FC Nürnberg zur Borussia und findet sich in der Fohlenelf immer besser zurecht. Seit dem 21. Spieltag ist Castraop bis auf eine Ausnahme immer in der Startelf gesetzt gewesen, 16 Mal stand er in seinem ersten Bundesliga-Jahr in Gladbach insgesamt in der Startelf. Zuletzt setzte Trainer Eugen Polanski den Allrounder als linken Schienenspieler ein. Castrops beste Position ist aber die Reitz-Rolle im zentralen Mittelfeld.

"Ich glaube, Jens ist bei Borussia voll eingeschlagen. Ein toller Transfer, der sich gleichzeitig noch weiterentwickeln wird."
Schröder über Castrop

Das sieht Schröder offenbar ähnlich: "Jens Castrop ist damals wohl auch als Alternative für Rocco ausgewählt worden. Weil man sicher war, dass Rocco, wenn er so weiterspielt, auch die Möglichkeit bekommt, auf dem Transfermarkt zu wechseln. Jens kann natürlich viele Positionen begleiten, das hat er bei uns schon in verschiedensten Positionen gezeigt. Er zeigt hervorragende Leistungen, das macht uns froh. Und Jens kann auch diese Position spielen", führte Gladbachs Sportchef aus.

Schröder will sich dennoch auf dem Transfermarkt umschauen

Nur auf Castrop verlassen dürfte sich Schröder aber eher nicht. Vielmehr scheint ein weiterer zentraler Mittelfeldspieler eine der Prioritäten auf dem Sommer-Transfermarkt zu sein. Dabei suche Schröder aber nicht zwangsläufig nach einem ähnlichen Profil wie Reitz. Zumal Castrop dieses bereits bedienen könnte.

"Man muss nicht immer einen Nachfolger mit dem gleichen Profil suchen, sondern man kann unterschiedlich agieren. Es gibt verschiedenste Varianten. Wir haben auch schon Spiele ohne Rocco gehabt, wo wir es gut gemacht haben. Da sind wir total flexibel. Und natürlich schauen wir uns weiterhin um", verdeutlichte Schröder.

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