Vor Duell mit Frankfurt: Gladbach-Coach Polanski mit kompromissloser Maßnahme
Von Oliver Helbig

Die Lage rund um Borussia Mönchengladbach ist durchaus ernst, denn von den letzten zehn Bundesligaspielen konnten nur zwei gewonnen werden. Somit befindet sich die Fohlenelf um Trainer Eugen Polanski derzeit zwar auf dem trügerischen zwölften Tabellenplatz und im Mittelfeld der Liga, allerdings nur magere drei Punkte vom Relegationsrang entfernt. Zum ersten direkten Abstiegsplatz beträgt das Polster auch nur fünf Pünktchen.
Borussia Mönchengladbach steckt mitten im Abstiegskampf
Damit stehen die Gladbacher nicht nur mitten im Abstiegskampf, sondern vor dem kleinen Krisenduell gegen Eintracht Frankfurt gewissermaßen auch mit dem Rücken zur Wand. Denn auch die Hessen wollen ihren Negativlauf beenden und wieder in die Erfolgsspur zurückfinden.
Unter dem neuen Trainer Albert Riera ist die Spielanlage der Frankfurter für Polanski nur schwer einzuschätzen und beschränkt vorzubereiten, denn der Spanier hat erst ein Bundesligaspiel im Gepäck. Umso schwieriger also die Aufgabe am Samstagnachmittag für Polanski und seine Mannen. Nun greift der Gladbach-Coach für den Kampf um den Klassenerhalt zu einem drastischen Schritt.
Polanski streicht Karneval aus den Köpfen
In einem Gespräch mit der Bild verriet Eugen Polanski, dass er sich voll und ganz auf die durchaus ernste sportliche Lage konzentrieren werde und dem Team gewissermaßen ein zumindest gedankliches Karnevalsverbot auferlegt hat: "Ich bin tatsächlich eigentlich ein sehr großer Freund vom Karneval. Aber ich musste jetzt schon den ein oder anderen Freund wegen der ganzen Fotos blockieren. Und für meine Mannschaft muss der Blick auf die Tabelle und unsere eigene Leistung genug Ansporn sein, da muss ich nicht mit Karnevals-Motivation kommen."
Klare Worte des Trainers also auf die Frage, ob er den Gladbacher Profis bei einem Sieg über die Eintracht einen zusätzlichen freien Tag zum Karneval winken würde. Angesichts der großen Bedeutung des Karnevals im Rheinland ist dies ein mehr deutliches Signal bezüglich der Brisanz der aktuellen sportlichen Lage.
"Für meine Mannschaft muss der Blick auf die Tabelle und unsere eigene Leistung genug Ansporn sein, da muss ich nicht mit Karnevals-Motivation kommen."
- Eugen Polanski
Ähnlich sieht es auch Sportboss Rouven Schröder. "Wir müssen jetzt erstmal den Weg weitergehen, den wir beim 1:1 gegen Leverkusen eingeschlagen haben. Das ist das, was ich von der Mannschaft sehen möchte, sie soll Selbstvertrauen ausstrahlen und mutig auftreten." Auch hier gilt also die Marschroute: Voller Fokus auf Fußball!
Polanski sieht Schwächen bei der Eintracht
Dass es gegen die Hessen auch in puncto Punkte etwas Zählbares geben könnte, daran glaubt Gladbach-Coach Polanski offenbar fest. Trotz des Trainerwechsels sieht der 39-Jährige Schwächen bei der Eintracht, die er an diesem Wochenende gerne noch ausnutzen würde, bevor Albert Riera sie in den Griff bekommt. "Sie sind weiter ein Top-Team, aber sie haben Probleme und kassieren zu viele Tore - natürlich setzen wir da an", so Polanksi.
Mit bisher 46 Gegentoren haben die Adler bereits zwölf mehr kassiert als die Borussen – allerdings haben die Frankfurter auch 16 Tore mehr geschossen als die Truppe von Eugen Polanski. Dieses Duell dürfte am Wochenende sicherlich die Blicke der Bundesliga auf sich ziehen.
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