Gladbach-Boss schlägt Alarm im Abstiegskampf: Wackelt Polanski?

Das Zwischenhoch unter Eugen Polanski scheint der Vergangenheit anzugehören. Borussia Mönchengladbach zeigt aktuell schwache Leistungen, die auch Sportchef Rouven Schröder Sorgen bereiten.
Rouven Schroeder übt Kritik an den Fohlen
Rouven Schroeder übt Kritik an den Fohlen / Pau Barrena/GettyImages
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Borussia Mönchengladbach ist und bleibt ein Mysterium. Eigentlich hätte man nach dem furiosen 4:0-Sieg gegen den FC Augsburg erwartet, dass die Fohlen ihren Blick nach oben richten können. Dann kamen jedoch drei ganz schwache Auftritte in Serie. Zunächst setzte es eine 1:5-Packung in Hoffenheim, ehe gegen Hamburg ein schmeichelhaftes 0:0 heraussprang. Gegen den VfB Stuttgart waren die Fohlen im Zuge der 0:3-Niederlage chancenlos.

Zwar rangieren die Gladbacher immerhin noch auf Platz elf, jedoch zeigt die Tendenz ganz klar in die falsche Richtung. Der Relegationsplatz ist lediglich fünf Punkte entfernt, was noch kein sicheres Ruhekissen ist. Angesichts der jüngsten Auftritte muss man sich natürlich die Frage stellen, ob der dauerhafte Trainerwechsel zu Eugen Polanski wirklich so klug war oder inzwischen längst verpufft ist.

Schröder sendet Warnung: "Es wird kein Zuckerschlecken"

Rouven Schröder richtet den Blick schon mal nach unten. "Ich habe nie etwas anderes gesagt", machte er deutlich. Derweil werde den Optimisten gezeigt, dass Gladbach noch nicht da ist, wo man sie gerne hätte. An eine einfache Rückrunde glaubt der Sportchef keineswegs.

"Es wird bis zum Schluss kein Zuckerschlecken. Das Wichtigste ist, dass wir bei aller Kritik den Kopf oben behalten. Wir müssen da durch", richtete er einen Appell. "Wenn wir stabil sind, schaffen wir das auch", meinte er immerhin mit einer Spur von Optimismus.

Gladbach hat immer wieder das Problem, die Anfangsphasen komplett zu verschlafen und früh in Rückstand zu geraten. Gegen den VfB Stuttgart kam dann noch eine eklatante Zweikampfschwäche (nur 38 Prozent gewonnene Duelle) dazu. Auch in Sachen Hierarchie sind einige Dinge unklar. Führungsspieler und Leistungsträger haben mit Formschwankungen und Verletzungen zu tun. Gegen Stuttgart nahm niemand das Zepter in die Hand und machte seinen Kollegen nochmal Feuer. Die Niederlage wurde vielmehr mit hängenden Köpfen hingenommen.

Gladbach vor schwierigen Wochen

Recht viel Mut macht der Blick auf das kommende Programm nicht. Die Gladbacher müssen drei der nächsten vier Spiele auswärts bestreiten. Nach dem Duell mit den ebenfalls kriselnden Bremern wartet mit Leverkusen, Frankfurt und Freiburg ein hartes Paket. Klar ist, dass eine Niederlage gegen den SVW die Abstiegssorgen wieder so richtig scharf machen würde.

Schröder möchte die Partie hingegen nutzen, um endlich wieder ein Erfolgserlebnis zu feiern. "Da ist ordentlich Pfeffer drin. Ich freue mich drauf", erklärte er.

Bleibt für Schröder nur zu hoffen, dass er nicht bald wieder die nächste Trainer-Diskussion führen muss. Derzeit dürfte Polanski noch fest genug im Sattel sein, um eine Niederlage gegen Bremen verkraften zu können. Springen aber in den Wochen danach zu wenig Punkte heraus, könnte es durchaus wieder eng werden. Insbesondere die Art und Weise, wie Gladbach zuletzt aufgetreten ist, wirft kein gutes Bild auf den Trainer.


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