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Freifahrtschein nach mauer Leistung? Kurioses Sané-Statement von Nagelsmann

Leroy Sané zeigte gegen die Schweiz eine schwache Performance. Gegen Ghana darf er trotzdem wieder ran.
Leroy Sane enttäuschte gegen die Schweiz
Leroy Sane enttäuschte gegen die Schweiz | Stefan Matzke - sampics/GettyImages

Julian Nagelsmann war in seinen Aussagen eigentlich sehr deutlich. Der Bundestrainer hat klar gemacht, dass er den Wechsel von Leroy Sané in die Türkei nicht gut heißt und dieser in der mäßigen Süper Lig schon herausragende Leistungen bringen muss, um in der Nationalmannschaft berücksichtigt zu werden.

Zwar spielt Sané bei Galatasaray in Summe eine enttäuschende Saison und doch hat er von Nagelsmann offenbar einen Freifahrtschein. Der Bundestrainer geht regelrecht auf Kuschelkurs mit dem 30-Jährigen und kündigte an, dass sein Schützling auch gegen Ghana eine Chance erhält.

"Ich erwarte nicht immer zwei Tore und drei Vorlagen, es geht um das Gesamtbild. Er hat angedeutet, was er kann. Natürlich kann er mit mehr Intensität spielen und es besser machen, aber man muss seinen fehlenden Rhythmus berücksichtigen. Er wird am Montag eine weitere Chance bekommen, es besser zu machen", erklärte Nagelsmann nach dem Schweiz-Spiel.

Sané mit blassen Auftritt gegen die Schweiz

Eine von vielen Aussagen, die zeigen, dass bei Nagelsmann das Leistungsprinzip nur wenig Platz hat. Sané war beim 4:3-Sieg des DFB-Teams gegen die Schweiz mit Abstand der schwächste Offensivspieler und fiel gerade im Vergleich zu Florian Wirtz und Serge Gnabry enorm ab. Sané gab lediglich einen geblockten Schuss ab und bereitete keine einzige Torszene vor, während seine Kollegen brillierten und auch der für ihn eingewechselte Lennart Karl brachte merklich frischen Wind ins Spiel.

Zwar ist es irgendwo verständlich, dass Nagelsmann an das grundsätzliche fußballerische Können von Sané vertraut, jedoch hat dieser wirklich nur bei den Länderspielen im November Pluspunkte sammeln können. Für Galatasaray steht er insgesamt bei acht Toren und sechs Assist in 35 Pflichtspielen, was schlichtweg eine mäßige Bilanz ist. Nach einer Verletzung im Februar hatte Sané zuletzt nicht mal einen klaren Stammplatz.

Goretzka zahlt Vertrauen ebenfalls nicht zurück

Interessant ist es schon, dass ausgerechnet Sané und zuletzt auch Goretzka plötzlich so viel Rückendeckung von Nagelsmann erhalten, nachdem das noch vor nicht all zu langer Zeit ganz anders aussah.

Vielleicht sollte der Coach mit solchen Vertrauensbeweisen aber vorsichtig umgehen. Auch Goretzka gehörte gegen die Schweiz zu den schwächsten Spielern. Der Münchner gewann einen von sechs Zweikämpfen und verzeichnete nur 21 Ballaktionen. Damit war er im Mittelfeld praktisch kein Faktor.

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