Formtabelle zeigt Überraschung auf Platz eins: Bayern schon lange nicht mehr dominant
Von Dominik Hager

Der FC Bayern hat - so scheint es - die Bundesliga über Monate hinweg komplett dominiert. So ganz entspricht das aber nicht der Wahrheit. Die Münchner profitieren vielmehr noch immer vom überragenden Saisonstart, der ihnen mit neun Siegen am Stück ein üppiges Polster verliehen hat. Wirft man jedoch einen Blick auf die letzten Monate, sind die Münchner weder auf Platz eins noch auf Platz zwei zu finden.
Wir werfen einen Blick auf die Tabelle seit dem ersten Münchner Punktverlust in der Bundesliga, welcher am 10. Spieltag erfolgte.
Position | Verein | Punkte | Tordifferenz |
|---|---|---|---|
1 | TSG Hoffenheim | 26 | +17 |
2 | Borussia Dortmund | 25 | +13 |
3 | FC Bayern | 24 | +27 |
4 | VfB Stuttgart | 21 | +7 |
5 | Bayer Leverkusen* | 18 | +8 |
*Leverkusen hat ein Spiel weniger absolviert
Wie die Formtabelle der letzten elf Spieltage (10. bis 20. Spieltag) zeigt, rangiert der FC Bayern tatsächlich nur auf Platz drei. Abgesehen von sieben Siegen schlichen sich mit drei Remis und einer Pleite eben zahlreiche Punktverluste ein. Angefangen hat die kleine Formdelle mit dem 2:2 bei Union Berlin, ehe man beim 2:2 in Mainz und zuletzt beim 1:2 gegen Augsburg und beim 2:2 in Hamburg weitere Punkte liegen ließ.
Hoffenheim das formstärkste Team der Liga, BVB ebenfalls vor den Bayern
Das formstärkste Team der letzten Monate ist tatsächlich die TSG Hoffenheim. Der Tabellen-Dritte der Liga hat in den letzten elf Spielen sogar zwei Zähler mehr geholt als der FC Bayern. Zuletzt gab es für die TSG satte fünf Siege am Stück. Punkte liegen gelassen haben die Hoffenheimer nur beim 1:1 in Mainz, beim 0:2 in Dortmund und beim 0:0 in Stuttgart. Insbesondere im eigenen Stadion ist die TSG eine Macht. Rechnen konnte man damit überhaupt nicht, nachdem der Klub in der Vorsaison als Tabellen-15. knapp am Abstieg vorbeigerauscht war.
Nur knapp hinter der TSG rangieren die Dortmunder, die mit sieben Siegen und vier Remis 25 Zähler eingeheimst haben und als einziger Bundesligist in dieser Zeitspanne ungeschlagen war. Die Remis leisteten sich die Borussen in Frankfurt (3:3), in Freiburg (1:1), gegen Stuttgart (3:3) und beim HSV (1:1).
Bayern hat seine Dominanz schon im Spätherbst verloren
Die Formtabelle zeigt ganz gut, dass die Bayern sehr vom Saisonstart profitieren und die Angelegenheit schon seit mehreren Monaten gar nicht mehr so eindeutig ist, wie sie scheint. Die Münchner haben viele Punkte gegen die vermeintlich kleinen Gegner liegen gelassen. Hoffenheim und Dortmund schneiden in dieser Kategorie besser ab. Folgerichtig ist der Vorsprung der Münchner auf Dortmund und Hoffenheim auch auf sechs bzw. neun Zähler geschmolzen.
Auf Platz vier in der besagten Tabelle rangiert der VfB Stuttgart. Würde man jedoch den Zeitraum vom 14. bis zum 20. Spieltag nehmen, wären auch die Schwaben vor den Bayern. In der Rückrundentabelle belegen die Bayern gar nur Platz acht, wenngleich diese natürlich noch nicht sonderlich aussagekräftig ist.
Dennoch sei festzuhalten, dass die Münchner ihren Dornröschenschlaf so langsam beenden sollten, damit es nicht am Ende der Saison ein böses Erwachen gibt. Das Heimspiel gegen Hoffenheim am Sonntag (ab 17:30 Uhr) wäre ein idealer Zeitpunkt dafür.
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