Flick mit deutlicher Ansage nach Barça-Abgang
Von Franz Krafczyk

Der FC Barcelona hat vor wenigen Tagen eines seiner verheißungsvollsten Talente verloren. Dro Fernandez wechselte für gerade einmal 8,2 Millionen Euro zu Paris Saint-Germain. Es heißt, das Mittelfeldjuwel sei aufgrund zu geringer Einsatzzeiten bei den Katalanen unzufrieden gewesen. Doch kurioserweise ist ausgerechnet Trainer Hansi Flick nun derjenige, der dem 18-Jährigen besonders nachtrauert.
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"Ich habe Dro geliebt, deshalb bin ich natürlich enttäuscht", erklärte Flick (via Sport Bild) nach dem Transfer geradezu niedergeschlagen. "Aber so ist Fußball. Wir müssen diese Entscheidung respektieren. Ich bin enttäuscht. Er weiß es, aber ich habe diesen Jungen sehr geliebt. Auch er hatte hier eine große Zukunft. Er hat eine andere Entscheidung getroffen. Ich respektiere sie, so ist Fußball."
Flickt spricht von der "größten Enttäuschung seines Lebens" - Auch Laporta verärgert
Doch damit nicht genug: Laut der spanischen Zeitung Sport soll Flick intern sogar von der "größten Enttäuschung seines Lebens" gesprochen, was verdeutlicht, wie überzeugt der deutsche Trainer vom Eigengewächs aus La Masia war.
Klar ist aber auch, dass ähnlich talentierte Barça-Spieler wie Lamine Yamal, Pau Cubarsí oder Marc Bernal in der jüngeren Vergangenheit stärker gefördert wurden. In der laufenden Saison kam Dro lediglich zu fünf Pflichtspieleinsätzen für die Blaugrana, davon nur einmal von Beginn an.
Dass er kürzlich seinen Wechselwunsch hinterlegte, sorgte in der katalanischen Hauptstadt trotzdem für eine faustdicke Überraschung. "Wir hatten uns auf eine andere Lösung mit Dro geeinigt, als er 18 wurde", sagte auch Vereinspräsident Joan Laporta.
"Super motivierter" Dro darf sich über dicke Gehaltserhöhung freuen
Der spanische U18-Nationalspieler betonte derweil bei seiner Vorstellung in Paris, dass er "sehr glücklich" und "super motiviert" wurde. "Es ist ein Moment, auf den ich sehr stolz bin – für mich und meine Familie – und ich kann es kaum erwarten, anzufangen", fuhr Dro fort.
Ob sich Dro in Paris häufiger bei den Profis zeigen darf, bleibt abzuwarten. Klar ist aber, dass ihm dort deutlich mehr Geld winkt: Dem Vernehmen nach verdient der gelernte Zehner nun satte 1,2 Millionen Euro. In Barcelona waren es bislang gerade einmal 250.000 Euro.
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