Der 1. FC Köln lässt Cenk Özkacar wieder ziehen. Wie der Verein am Dienstag verkündete, wird die Kaufoption für den Innenverteidiger nicht aktiviert. Damit geht es für den Leihspieler zunächst mal zurück zu Stammverein FC Valencia. Der 25 Jahre alte Türke war in der Hinrunde zwar noch nicht gesetzt, stieg jedoch in der Rückrunde zum absoluten Stammspieler auf. Insgesamt bestritt er 27 Partien für die Kölner.
Geschäftsführer Thomas Kessler bedauert den Verlust, erklärte jedoch auch, warum man sich letztlich gegen den türkischen Nationalspieler entschieden hatte: "Der Abschied tut mir im Herzen weh. Er ist ein toller Charakter, der uns selbst in dem Gespräch, in dem wir ihm unsere Entscheidung mitgeteilt haben, sofort alles Gute für die Zukunft gewünscht hat. Er ist ein sehr positiver Mensch, das hat man auch in der Kabine gespürt. Trotzdem haben wir uns dazu entschieden, die Kaufoption nicht zu ziehen, weil wir in der Innenverteidigung nach einem anderen Profil schauen."
Auch der Spieler selbst zeigte sich versöhnlich und akzeptiert, dass es in Köln nicht weitergeht. "Ich möchte mich von Herzen bei Euch allen bedanken, dass ihr mich und meine Familie während dieser Saison so willkommen geheißen habt und uns das Gefühl gegeben habt, zuhause zu sein. Für dieses Wappen zu kämpfen, vor diesen unglaublichen Fans zu spielen, war ein unvergessliches Erlebnis", machte er seine Emotionen deutlich. "Ich wünsche Euch allen nur das Beste für die Zukunft. Dieser Verein und die Menschen in Köln werden immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben", fügte der Abwehrspieler hinzu.
1. FC Köln: Özkacar-Klausel lag wohl nur bei zwei Millionen Euro
Unter dem Strich ist es dennoch überraschend, dass sich die Kölner gegen die feste Verpflichtung entschieden haben. Die Kaufoption soll schließlich nur bei zwei Millionen Euro gelegen haben. In Relation zur Leistung und zur Rolle, die Özkacar im Team hatte, ist das eigentlich eher ein Schnäppchenpreis. Zudem haben sich mit Dominique Heintz und Luca Kilian bereits zwei weitere Innenverteidiger verabschiedet. Allerdings könnte auch das Gehalt zum Problemfaktor geworden sein, weil Özkacar in Valencia gut verdienen soll.
Man darf gespannt sein, was die Verantwortlichen unternehmen, um den Engpass in der Abwehr zu beheben. Laut Angaben von Sky sucht man nach einem spielstärkeren Profil.
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